Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Phoenix am Mi 14 Dez 2016, 11:00 am

Kota knurrte sofort und zeigte die schneeweißen Zähne, als der Mensch ihn berührte. Er war nicht kitzelig und selbst wenn, hätte er jede Reaktion seines Körpers unterdrückt. Da half auch das halb mahnende "Kota.." seines Vaters nicht. Stattdessen zeigte Kota sich sogar aufmüpfig: "Hab meinetwegen nen Menschen an deiner Seite kleben wie eine Klette.. Aber sorg dafür, dass es mich nicht anfasst!" Der Welpe verzog sich auch direkt und sah so nicht einmal das traurig wirkende Gesicht des Alphas. Früher oder später würde das umschlagen in Resignation. Kaum einer von ihnen hasste Menschen oder hatte etwas gegen sie - solange sie für sich bleiben. Und jetzt kam er und führte gleich 2 Menschen ins Rudel ein und er hatte nicht einmal richtig offenbart, dass vielleicht noch 2 weitere folgen würden. Bei der Verabschiedung sah er Nhan zwar lächeln, aber er spürte, dass der andere ihm etwas verbarg. Tetsuji hingegen zeigte offen, dass er von Taeyang nicht gerade viel hielt. Der würde sich erst noch beweisen müssen.

Maru streifte die Anspannung auf dem Weg zum Tower von sich ab. Jong und er hatten noch gar nicht nachgefragt, wo sie übernachten durften. Wenn für sie im Tower kein Platz war, würde er wohl zurück ins Rudel gehen. Sie waren sich jedenfalls alle einig, zuerst bei Jay nachzusehen und dort fanden sie Mike auch. "Muss ja ne schlimme Strafe gewesen sein." Maru schmunzelte als er sah, wie der Junge schlief. Er konnte kein Blut riechen und auch keine Schmerzen wittern, also war es wohl nicht so schlimm gewesen. Doch dafür witterte auch er sofort den intensiven Geruch, der von Jay ausging. Menschen befriedigen sich oft selbst. Aber dann riechen sie nicht so auffällig. Vielleicht hat er hier ja schon jemanden kennengelernt.
Takuya bekam davon nichts mit, sondern weckte Mike ganz vorsichtig. "Willst du schlafen gehen?" Immerhin hatte er sich einen Blick auf den Laptop verkneifen können.

Sie lümmelten alle noch etwas rum und verstreuten sich danach, um ins Bett zu gehen, aber Maru blieb natürlich noch eine Weile wach. Er wünschte Tak und Jong viel Spaß und würde in seiner Wolfsform auf ihre Rückkehr warten - da störte ihn auch harter Boden nicht. Als Jong das Signal von Suko empfing, schlüpfte Tak rasch in einen dicken Pulli und eine Jacke und eilte mit Jong nach unten. "Hallo Suko!" Und obwohl er vor einigen Stunden noch gemeint hatte, er müsse fragen, flumpte er den Riesen einfach an und umarmte ihn. Er wusste auch nicht warum, aber er freute sich ihn zu sehen.
Phoenix hingegen hatte nur mäßig gute Laune. Der Auftrag war nicht ganz so gut verlaufen, wie er es sich gewünscht hatte. Er roch sogar noch ein wenig nach Blut und einer seiner Mundwinkel war eingerissen. Natürlich hatte er den Auftrag so erledigt, wie Dom es gewollt hatte. Was aber nichts daran änderte, dass er zwischendurch die Kontrolle verloren hatte. Doch jetzt war alles gut und er stapfte eher müde nach Hause. Er ging direkt auf den Tower und damit auch auf ein kleines Grüppchen Leute zu, das er beim Näherkommen als Jong und Takuya erkannte, sowie einem Fremden. Misstrauisch zog er die Augenbrauen zusammen. "Alles okay bei euch?" Er war sofort angespannt, sah den Riesen gerade nur von hinten.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Mi 14 Dez 2016, 6:53 pm

Yang zog seine Hand nicht schnell zurück, auch wenn er angeknurrt und ihm die Zähne gezeigt wurden. Er nahm sie ruhig zurück und beobachtete den Jungen. Es tat ihm Leid, dass er angenommen hatte Kota wäre wie sein Vater in Bezug auf die Menschen, aber dem war nicht so. „Entschuldige, ich werde dich nicht mehr berühren. Aber nur, wenn du mich nicht mehr als ‚es‘ bezeichnest.“ Er war kein Ding, er war ein Lebewesen und zwar eines mit feststehendem Geschlecht, also ein er. Allerdings gab es keinerlei Aggression in seiner Stimme, sie klang eher neutral. Wahrscheinlich würde nur Maru merken, dass er ebenso wie der Werwolf empfand, er war traurig darüber.

Jay war mit Jong in der Ferienwohnung in der Nähe des Towers untergebracht. Sie war groß genug für Maru, Yang und Takuya, sollten sie lieber bei ihnen bleiben wollen. Takuya und Yang hatten jedoch ein Zimmer im Tower, neben Mike, sollten sie das bevorzugen – schließlich hatte Dominic die Beiden ebenfalls eingeladen.
Jong runzelte die Stirn, nickte und beobachtete Jay, während er Maru noch gedanklich etwas mitteilte. Es ist seltsam. Aber ich rieche hier niemand Fremden. Dann muss er woanders Sex gehabt haben, vor wenigen erst Minuten. Das wollte er genauer wissen, aber er wurde von Tak abgelenkt.
Mike schmatzte leise und sah dann seinen besten Freund neben sich. „Nein.. ich will Maru noch was zeigen.“ Der Hacker gähnte herzhaft und wischte sich die Augen, weil die vom Gähnen tränten. „Ist er bei dir?“, fragte er nach und sah gerade nur Jong, wie er zu ihnen kam.

Jong war ganz aufgeregt und zog sich schon mal aus, lief dann ungeduldig hin und her und erst als er Takuya hörte wie dieser ins Zimmer kam, wandelte er sich und sprang mit einem Satz auf ihn zu um ihn beinahe umzuschmusen. Er nahm dann das rastlose hin und her tigern wieder auf und würde nur still stehen, wenn Tak ihn mit Streicheln und dergleichen beschäftigen würde. Dann endlich gab ihm Suko die Nachricht, dass er hier war und wandelte er sich zurück - da er den Tower nicht einfach als Wolf verlassen konnte. Aber wie immer gab ihm seine Wolfsform mehr Ruhe und er fühlte sich noch immer wohler in dieser Form. Blitzschnell zog er sich wieder an und rannte dann zum Fahrstuhl, den er nicht leiden konnte.

Suko lachte leise, weil Takuya sich gegen ihn warf und ihn dann umarmte. Sachte legte er seine Arme um den Jungen und drückte ihn an sich. "Takuya.", er sprach den Namen freundlich aus, aber auch sehr sanft, denn er hatte ihn schon für seine vergangene Taten lieb gewonnen und für seine reine Seele. Aber auch wie er sich bisher gegeben hatte. Jong wollte schon knurren, weil ihm die Umarmung zu lange dauerte, da witterte er Phoenix und hörte seine Schritte. Er drehte sich um und musterte ihn, wobei er ihn noch immer gut sehen konnte, auch wenn es dunkel war.
Der Heilerwolf hatte Tak wieder los gelassen und wollte ihnen sagen, dass sie am besten jetzt los gingen. Auch er hielt sich meistens von den Menschen fern, hatte aber keinerlei Vorurteile ihnen gegenüber. Eigentlich mochte er jedes Lebewesen, selbst Mücken. Jong wollte auf die Frage vom Partner des Glatzkopfes antworten, als sein Blick auf Suko fiel und ihm sein 'ja, alles klar' im Hals stecken blieb.

Suko hatte die Stimme sofort erkannt und sein Herz setzte wahrhaftig einige Schläge lang komplett aus. Sein Blut hörte auf zu zirkulieren und so war er schneeweiß geworden und hatte aufgehört zu atmen. Dann kam kurz Wind auf und trug ihm den Geruch des Menschen zu ihm und nun fing sein Herz an zu rasen und sein Blut schnellte durch seinen Körper, während er sich langsam umdrehte und den Jüngeren an sah. Er nahm alles gleichzeitig auf, die Schönheit des jungen Mannes, seine kleineren Verletzungen, seine Stimmung, die ewig langen Haare. Dann sah er ihn direkt an, Tränen ließen seine Augen glitzern und mit einem Schritt stand er vor Phoenix und mit dem früheren liebevoll gemeinten Spitznamen: "Saphir...", begrüßte er ihn.
Gleichzeitig kam ein Impuls von Suko, ähnlich der Welle, die er Maru gedanklich gesandt hatte als er ihn das erste Mal hier in NY gespürt und gehört hatte. Doch diese Liebe für Phoenix war eine andere, sie war in gewissem Maße sogar stärker. Ruhig war Suko nicht mehr, seine Hand zitterte zwar nur kaum merklich als er sie anhob um dem erwachsen gewordenen Welpen über die Wange zu streicheln, aber der Nachtwolf war emotional gerade sehr aufgewühlt. "Du bist groß geworden."

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Phoenix am Mi 14 Dez 2016, 7:42 pm

Maru interessierte sich nicht für Jays Sexgeschichten und gähnte verhalten. Erst als Tak Mike erfolgreich aufgeweckt hatte und sein Name fiel, trat er ins Sichtfeld des Hackers. "Na dann zeig mal." Auf den Boden setzen wollte er sich nicht, machte es sich aber auf dem Sofa bequem. Natürlich winkte er auch Yang sofort zu sich, denn er wollte ihn an seiner Seite wissen. Es gab nicht viele Grundstücke, die er gezeigt bekam und noch weniger davon kamen wirklich in Frage. "Ich hasse diese Großstädte..." Er murmelte es vor sich hin und war immer wieder schwer am seufzen. Es hätte ihn nicht gestört, eine Weile als Mensch zu leben, aber genau wie Jong bevorzugte auch er eher seine Wolfsform und bei seinem Rudel war das kaum anders. Sie würden ihn nicht gerade hochleben lassen, wenn sie für längere Zeit als Mensch rumlaufen müssten. "Wir bräuchten so etwas wie dieses Vampirschloss. Kannst du sowas nicht finden? Da ist ein riesen Wald drum herum." Nun, eine andere Möglichkeit wüsste er ja: Die Vampire töten und das Rudel auslöschen und das Terrain würde ihnen gehören. Tetsuji war sicherlich der erste, der begeistert zustimmen würde.

Tak war ein wenig müde, aber Jong steckte ihn mit seiner Aufregung bald schon an. Immer wieder kuschelte er mit dem Wolf, spielte mit seinen Ohren oder hielt mal die Rute fest, bis er irgendwann sogar zärtlich mit ihm raufte. Wobei das zärtlich wohl eher von Jong auskam, denn Tak musste sich da schon wilder gebärden. Dass Jong dann plötzlich nackt auf ihm lag, war... eine Überraschung. "Ist Suko da?" Eine andere Möglichkeit wollte Tak mal gerade nicht in Betracht ziehen und da dem so war, stürmte er hinter Jong her und direkt in die Arme des Riesen. Irgendwas hatte der an sich, dass Tak ihm sofort Vertrauen schenken konnte. Als Phoenix kam, ließ er von Suko ab und nickte einfach nur, als keiner antwortete. Erst danach fiel ihm Sukos Blässe auf.

Der Langhaarige runzelte die Stirn, denn auch wenn er Taks Nicken sah, war Jongs Reaktion so viel deutlicher. Er schlug seinen Kurzmantel zurück und griff sich seitlich an den Oberschenkel, wo er sich ein Messer umgeschnallt hatte. Er ging sofort auf Habachtstellung, nur um zu erstarren, als Suko sich zu ihm umdrehte. Es dauerte ein paar Sekunden, bis er den Riesen erkannte - genug für diesen, um auf ihn zu zukommen. Phoe hätte sich nicht mehr wehren können, hätte der Mann jetzt etwas böses von ihm gewollt. Plötzlich hatte er wieder dasselbe seltsame Gefühl, dass ihn auch schon beim ersten Zusammentreffen der Werwölfe überkommen hatte. Er registrierte die Tränen in Sukos Augen und wusste zunächst nicht wohin mit sich. Erst bei jenem Spitznamen ging ihm ein Licht auf und sämtliche Erinnerungen stürzten über ihn herein. Er versuchte etwas zu sagen, aber die Erinnerungen hielten ihn noch gefangen. Sukos Berührung verscheuchte diese dann und der Schönling sah endlich richtig zu dem Riesen auf. "Und du... bist auch im Alter nicht geschrumpft... Suko." Phoe war völlig überwältigt und da war alles gleichzeitig in ihm: die alte Liebe, Freude über das Wiedersehen, eine erfüllte Sehnsucht, aber auch Unverständnis und Traurigkeit darüber, dass Suko ihn einst weggegeben hatte. Die fremden Menschen und die in ihm herrschende Leere und langjährige Einsamkeit, bis er sich endlich seiner Pflegefamilie gegenüber geöffnet hatte. Und doch war da immer eine gewisse Leere in ihm gewesen. "Was... Bist du hierher gekommen um mich zu sehen?" Schon keimte wieder eine süße Hoffnung in ihm. Hatte Suko nach ihm gesucht? Oder ihn gar nie aus den Augen gelassen?

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Do 15 Dez 2016, 7:59 am

Yang ließ sich neben seinne Geliebten auf die Couch fallen, streckte sich ausgiebig und ließ dann die Beine lang, wobei er nur die Knöchel aufeinander legte und die Arme im Nacken verschränkte. Er sah sich ebenfalls Mikes Ausbeute an und konnte die Seufzer von Maru gut verstehen. Mike hörte sie zwar nicht, aber es war gerade leicht im Gesicht des Einäugigen zu lesen. "Ein Schloss mit Wald?" Der Hacker sah den Werwolf an, dann hob er leicht die Schultern. "Wenn es so etwas Ähnliches zum Verkauf gibt, finde ich es." Das Problem war nur, dass er sau müde war. Dennoch machte er sich gleich an die Suche, je eher er etwas fand, umso eher konnten sie umziehen und vielleicht ihre Spuren verwischen, damit die Vampire sie nicht noch mal fanden. Vor ihnen hatte er wirklich Angst.

Jong gab sich als Schokowolf alle Mühe nicht vor aufgeregter Freude beim Schmusen und sachtem Raufen zu sehr Wolf zu sein. Bei anderen Wölfen musste er da nicht sonderlich aufpassen, sie hatten dichtes Fell und konnten viel ab. Aber sein süßer Takuya war ein Mensch, da musste er sich schon etwas mehr zurücknehmen. Es war jedoch auch eine gute Ablenkung und so schnaufte er ihm in die Haare und schleckte ihn ab, weil er gewonnen hatte und auf ihm lag. Allerdings erreichte ihn Sukos Gedankenruf und sofort lag er in seiner Menschengestalt auf Takuya. Vor Aufregung vergaß er das auszunutzen und raubte dem Jüngeren nicht einmal einen kleinen Kuss, dabei war es doch so eine gute Gelegenheit! Stattdessen stand er auf, zog sich blitzschnell an und nachdem sie den Aufzug verlassen hatten, rannte er los nach draußen. Dort begrüßten sie nur kurz Suko, denn Phoenix kam dazu und der Riese reagierte ganz seltsam auf den schönen Langhaarigen. Und das fand Jong reichlich seltsam und irgendwie besorgniserregend, was man ihm auch ansehen konnte.

Suko reagierte körperlich sehr stark oder eher schon extrem auf Phoenix. Jahre, so viele Jahre war es her gewesen! Auch emotional war seine Reaktion so deutlich wie man es sonst nicht von ihm kannte, denn Tränen bekam er sonst nur, wenn irgendwas in seine Augen gelangte wie etwa Sand oder irgendein anderer Fremdkörper. Als er den Spitznamen des Jüngeren nannte, lagen all seine Gefühle darin. Wie groß er geworden war, wie erwachsen und wie schön! Suko lächelte und legte dann seine Hand an die Wange des Kleineren, nachdem er darüber gestreichelt hatte. Er konnte sehen, dass Phoenix sich wieder erinnerte, die geistigen Barrieren waren zusammengebrochen, das Verborgene war wieder frei.
Das Schmunzeln auf die Erwiderung seines Saphirs blieb auch noch ein wenig auf seinen Lippen bestehen. Seine Empathie teilte ihm die Gefühle des Jüngeren mit. "Ich habe nicht gewusst, dass du hier lebst.", kam es leise von ihm, während er ihn einfach nur ansah und jedes noch so winzige Detail aufnahm und sich einprägte. "Mein Versuch dich zu schützen war erfolgreich." Einerseits klang er erleichtert, freudig und doch war eine Spur Trauer darin. Er hatte so viele Jahre versäumt. "Waren die Menschen gut zu dir?", fragte er nach und fürchtete sich - ausgerechnet Suko - vor der Antwort. "Ich habe sie beeinflusst, die Pflegefamilie beobachtet, damit du zu jemandem kommst, der ein gutes Herz hat." Er schwieg einen Moment, sah ihm in die Augen, dann fügte er hinzu: "Ich durfte dir nicht mehr nahe kommen, ich konnte dich nicht beobachten." Es schmerzte noch genauso als hätte er ihn gerade erst verlassen und die Aura des Vergessens um ihn gewebt.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Phoenix am Fr 16 Dez 2016, 11:27 pm

"Hm. Ist mir egal ob es ein Schloss, eine Villa oder ein Palast ist. Hauptsache so groß wie möglich. Oder wenigstens ein großes Waldgrundstück, das man kaufen kann. Aufbauen können wir sowas auch selbst." Und das bedeutend schneller als menschliche Handwerker...

Phoenix konnte das alles gerade gar nicht richtig fassen, aber so nach und nach sickerte immer mehr Erkenntnis und Erinnerungen durch. Jetzt war Suko endlich wieder da und... leider nicht wegen ihm. Ihn schützen? Phoenix legte leicht fragend seinen Kopf auf die Seite. Er hatte nie eine Gefahr verspürt, auch wenn er sie jetzt an Dominics Seite wieder öfter suchte. So ganz und komplett waren seine Erinnerungen noch nicht da, denn er konnte sich nicht daran erinnern, mal in Gefahr gewesen zu sein. "Es hat.. nie jemand nach mir gefragt, Suko." Hatte er sich die Gefahr nur eingebildet? Wegen der Frage nach den Menschen nickte er einfach nur. So gut wie man es bei wildfremden Personen eben hatte, aber sie hatten nie die Leere in ihm füllen können. Phoenix zögerte und seufzte dann doch schwer. "Okay, dann.... will ich dich nicht länger aufhalten." Der Langhaarige resignierte, sah Suko noch einen Moment lang in die Augen und senkte dann den Blick. Der Riese war nicht wegen ihm hier und bevor er ihm erneut die Erinnerungen stehlen konnte, verzog Phoenix sich lieber. Er ließ ihn einfach stehen und ging weiter zum Tower. Das alles erschütterte ihn gerade doch viel mehr, als er zugeben wollte.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Sa 17 Dez 2016, 12:14 am

Mike nickte und grinste dann leicht. "Ich werde etwas finden, ganz bestimmt." Vermutlich war ein Grundstück ohne Bebauung am einfachsten zu beschaffen. Schon war seine Müdigkeit fast verschwunden, weil ihn der Ehrgeiz gepackt hatte und Jay war auch fertig in der Küche und brachte das, was er gezaubert hatte, zu ihnen ins Wohnzimmer. Tatsächlich hatte Mike nach einer knappen Stunde mehr Angebote gefunden und zeigte sie Maru einen nach dem anderen. Auch zwei Grundstücke waren dabei, beide nicht perfekt, aber man konnte damit arbeiten.

Als Saphir seinen Kopf leicht fragend auf die Seite legte und ihn ansah, zog sich sein Herz zusammen. Es war so schwierig für den Nachtwolf den Jüngeren nicht einfach in die Arme zu nehmen, so wie früher. Ihn sich seitlich auf die Hüfte zu setzen wäre jetzt unmöglich, dabei hatte er ihn so früher immer ganz gern getragen oder auf dem Rücken und Saphir hatte sich wie ein Klammeräffchen an ihm festgehalten.
"Das ist gut... Das bedeutet ich habe dich perfekt verborgen. Auch vor mir selbst." Suko nickte leicht, es war gut - wirklich gut, dass keiner nach ihm gefragt hatte. Phoenix war also sicher gewesen und war nicht an andere Menschen weiter gereicht worden. Ihre Blicke trafen sich wieder und als sein Junge sich zum Gehen wandte, brach es ihm das Herz. Zwei Sekunden verstrichen, dann bewegte sich Suko so schnell, wie es nur Werwölfe konnten und stellte sich dem anderen in den Weg. "Nein."
Wieder glänzten die Augen des Riesen ein wenig und er sah zu dem Langhaarigen runter. "Saphir... Geh nicht. Bleib bei mir.", bat er und hielt ihm seine Hände mit der Innenseite nach oben hin. Jong stellten sich die Nackenhaare auf, eine Gänsehaut zog sich über seinen Körper, weil er Sukos Gefühle spürte. Sie waren so intensiv, dass ihm selbst die Tränen kamen und er Takuya fest an sich drückte, als hätte er nun selbst Angst Tak zu verlieren.

"Wir haben, wie so oft schon, draußen verstecken gespielt und ich war mit suchen dran. Es waren nur zwei Wölfe, aber zwei Killerwölfe. Sie fanden, dass du ein gutes Mahl abgeben würdest, dabei warst du doch erst sechs Jahre alt..." Sukos Schmerz von damals war wieder zu spüren, die Angst um seinen Jungen. "Sie haben nach dir gerufen, dich verhöhnt weil sie dich riechen konnten. Aber ich war vor ihnen bei dir, du bist auf meinen Rücken geklettert und doch war ich nicht schnell genug. Wir waren zu weit von unseren Jägern entfernt, die auf Beutesuche waren. Nhan und Tetsuji, sowie Bla und Blubb waren im Wald, ich erreichte sie per Gedanken. Doch die Killerwölfe holten uns ein. Ich habe es nicht geschafft beide zu töten, weshalb der Zweite fliehen konnte. Ich habe ihn nicht verfolgt, weil ich dich damit wieder in Gefahr gebracht hätte. Aber er schwor Rache. Ich musste dich schützen. Mein damaliger Alpha hätte es nicht eingesehen einen Kampf wegen einem Menschen zu führen, obwohl ich dich als meinen Jungen gekennzeichnet und aufgenommen hatte." Suko teilte diese Erinnerung mit Takuya und Jong, aber nicht mit seinem Saphir. Er war sich sicher, dass er sich von allein würde erinnern können.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Phoenix am So 18 Dez 2016, 9:10 pm

Maru interessierte sich diesmal deutlich mehr für die Grundstücke und deren Gegebenheiten und bat Mike darum, mehr über die Umgebung und die Verkäufer in Erfahrung zu bringen.

Phoenix fand das alles andere als gut. Aber so tief wollte er den anderen nicht blicken lassen. Er wollte einfach nur gehen und diese Erinnerungen hinter sich lassen. Es war so verwirrend sie zuerst gestohlen zu bekommen und jetzt tauchten sie nach gut 2 Jahrzehnten wieder auf. Es fiel ihm schwer zu erkennen, dass es seine eigenen Erinnerungen waren und nicht die irgendeiner anderen Person.
Weit kam er nicht, da hatte er Suko auch schon wieder vor sich stehen, so dass er mitten im Schritt innehielt. "Du hast mich weg gegeben. Es wäre also an dir, bei mir zu bleiben. Aber das hast du nicht vor, oder?" Phoenix sah kurz auf Sukos Hände und natürlich wünschte er sich, er könnte sie ergreifen. Doch sein Herz war nicht dazu bereit, sich erneut brechen zu lassen. Wenn Suko nicht wegen ihm hier war, dann wegen etwas oder jemand anderem und wegen eben jenem würde er auch wieder gehen. Er schwieg, während der Riese ihre Vergangenheit mit Takuya und Jong teilte. Phoenix war unschlüssig und seine Gefühle spielten errückt. "Du hättest mich damals einfach zu jemanden wie dich machen können!" Er war schon wieder aufgebracht und das nervtötende Pochen an seinem Mundwinkel trug zusätzlich zu seiner miesen Stimmung bei. Phoe atmete bemüht tief ein und aus, ehe er das Wort wieder an Suko richtete. "Wenn du mir nicht garantieren kannst, dass du den Kontakt zu mir hältst, dann lass mich bitte gehen."

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am So 18 Dez 2016, 9:48 pm

Suko lächelte, wenn auch ein wenig schmerzlich, dann nickte er. "Ich kann nicht bleiben. Ich habe endlich meinen Alpha zurück bzw. wir haben ihn zurück." Er konnte nicht bleiben, auch wenn es wehtat, seine Pflicht ging vor. Während er erzählte was damals geschehen war, ließ er auch Takuya und Jong daran per gedanklichen 'Film' teilhaben. Bei Jong war es intensiver, da er mit Suko eine Verbindung aufbauen konnte. Dementsprechend reagierte er auch und drückte Takuya rein instinktiv fest an sich. Hätte jetzt jemand versucht Takuya aus seinen Armen zu lösen, hätte er diesen zerrissen.

"Nein! Das hätte ich nicht. Du warst zu jung, ich hatte Angst, dass du bei der Verwandlung stirbst. Diese Schmerzen sind selbst für Erwachsene manchmal zu viel und der Körper gibt lieber auf als durchzuhalten bis die erste Verwandlung vorbei ist. Selbst die Verwandlungen danach sind noch immer sehr schmerzhaft, bis man es beherrscht." Jong nickte ganz automatisch, die Schmerzen bei seiner eigenen ersten Verwandlung in einen Menschen, waren heftig gewesen und er hatte es verkraftet, weil er schon ein Werwolf gewesen war und weil Maru bei ihm gewesen war. Er glaubte sich zu erinnern, dass er nach ihm gegriffen und ihn verletzt hatte dabei.
Suko roch noch immer den eingerissenen Mundwinkel und sah es natürlich auch. Der Nachtwolf runzelte ganz leicht die Stirn, schickte Maru ein: Mein Junge ist hier! Ich muss herausfinden, ob er noch in Gefahr ist. Ich muss wissen, ob ich ihn beschützen darf... ich muss ihn beschützen, wenn der Killerwolf noch hinter ihm her ist... Bitte! Noch nie hatte Suko um etwas gebeten oder mit dem Gedanken gespielt sein Rudel für länger zu verlassen.
"Ich kann, wenn du es möchtest, mein Zeichen wieder aktivieren. Ich bin ein Heilerwolf, ich habe die Möglichkeit auch mit Menschen durch Gedanken zu kommunizieren. Du bist jetzt erwachsen, ich kann spüren, dass du dich verteidigen kannst. Aber ich weiß nicht, ob ER noch immer hinter dir her ist. Wenn niemand, den du kennst, dir jemanden vorstellt... sei vorsichtig. Trage bitte eine silberne Waffe bei dir oder silberne Munition, reines Silber." Er hörte Jongs bösartiges Knurren als er verriet wie ihre Art geschwächt und sogar getötet werden konnte. Aber es war ihm egal.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Phoenix am Mo 19 Dez 2016, 10:19 am

Phoenix hatte es sich schon gedacht, dass Suko wieder gehen musste. Bei der Erzählung brauchte er den Film nicht, er hatte die Bilder auch so noch vor Augen. Bei Takuya löste das allerdings einen leisen Schock aus. Taeyang und er waren Menschen und es hatte auf ihn nicht so gewirkt, als hätten sich die Wölfe über ihre Anwesenheit gefreut. Schweigend klammerte er sich an Jongs Oberteil und wünschte sich, in ihn reinkriechen zu können.

Der Langhaarige erwiderte nichts auf Sukos Argumente. Der Riese hatte ja keine Ahnung, wie viel Jahre er Herzschmerz litt, ohne sagen zu können, woher das Gefühl eigentlich kam. Einen Vorwurf machte er ihm jetzt nicht mehr.
Maru antwortete nicht gleich auf Sukos Gedanken. Er fragte sich natürlich, um welchen Jungen es ging, spürte aber auch die Dringlichkeit der Anfrage. Erledige die Angelegenheit, wenn es schnell geht. Ansonsten will ich mehr darüber wissen. Mit Killerwölfen war nicht zu spaßen. Selbst er hatte immer wieder Schwierigkeiten, Tetsuji unter Kontrolle zu halten. Gegen einen zu agieren war da nicht ganz ungefährlich.

"Was für ein Zeichen?" Phoe runzelte die Stirn und konnte sich nicht mehr daran erinnern, ob man das Zeichen sehen konnte oder nicht. Er seufzte leise. "Ich habe beständig mit verschiedenen und unbekannten Leuten zu tun, Suko. Vor allem geschäftlich und da kommt dein befürchtetes Szenario ziemlich häufig vor. Nach all den Jahren glaub ich nicht, dass da jemand hinter mir her ist. Und wie ich schon sagte: Es hat noch nie jemand nach mir gefragt." Für ihn war es also ziemlich unwahrscheinlich, dass noch irgendwas passieren würde. Gleich darauf schnaubte er und schüttelte leicht den Kopf. "Wie soll ich denn bitte an silberne Waffen oder Munition rankommen?"

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Jonghyun am Di 20 Dez 2016, 6:19 pm

Als Takuya sich an ihn klammerte, bewegte Jong seine Arme und legte sie noch fester um den Jungen. Er drückte ihn mit einer Hand an sich, streichelte mit der anderen über dessen Rücken und schließlich Hinterkopf. Er brummelte leise und beruhigend, ehe er sanft seine Wange an der weicheren von Tak schmiegte und sie daran rieb.

Suko wartete, für einen Moment sogar sichtbar, angespannt auf die Antwort seines Alphas. Eine Welle der Erleichterung und Dankbarkeit traf Maru danach. Ich erkunde die Gegend, sollte ich nichts finden, komme ich zurück und erkläre es dir. So lange der Killerwolf allein war, würde er ihn besiegen können, da war er sich sicher. Sehr sogar, denn auch er selbst hatte noch eine Rechnung mit ihm offen. Rache war etwas, was selbst Suko kannte und dem nachging.

„Meine Krallenspuren auf der Innenseite deines Oberschenkels.“ Der Heilerwolf lächelte und fügte liebevoll hinzu: „Dadurch haben wir eine Verbindung. Bevor ich sie zu deinem Schutz unterdrückt hatte, haben wir immer gespürt wie es dem anderen ging und ob einer von uns in Gefahr war. Doch ich musste alles verbergen, alles woran dich der Werwolf erkennen konnte. Selbst deinen Geruch, den Teil, den Menschen nicht wahrnehmen können.“

Leicht runzelte Suko die Stirn als er hörte, dass sein Saphir beständig mit solchen Leuten zu tun hatte, vor denen er ihn warnte. „Doch nicht jeder von ihnen ist ein Werwolf, der geschworen hat dich zu töten. Er konnte dich nicht finden, selbst wenn du direkt vor ihm gestanden hättest. Das ist jetzt anders und er wird nicht zögern dich zu zerreißen.“ Er nickte leicht, musste dann aber schmunzeln, während er antwortete. „Du kannst dir die Munition selbst gießen.“
Jong sträubten sich die Nackenhaare und seine Augen wurden bernsteinfarben. Er drohte Suko mit einem Knurren, so dass dieser zu ihm sah. Der Nachtwolf lächelte nur nachsichtig, was den Schokowolf noch wütender machte. Verräter! Wie konnte er es verraten, dass diese Gerüchte wahr waren!?

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Phoenix am Mi 21 Dez 2016, 8:02 pm

Das Brummeln und die zarten Gesten beruhigten Tak tatsächlich etwas, aber seine Furcht war nur mäßig gedämpft. "Was ist, wenn das auch mir passiert?" Er flüsterte seine Worte nur und sprach Ängste aus, die er zuvor gar nicht gehabt hatte. "Was, wenn sie mich nicht im Rudel wollen?" Befangen sah Takuya zu Jong auf. Ob es ihm so ergehen würde, wie Phoenix?

Der Langhaarige runzelte leicht die Stirn und endlich kehrte auch die Erinnerung an die Entstehung der Kratzspuren zurück. Er hatte es weder sich selbst, noch Dominic erklären können, als der zum ersten Mal die heftigen Kratzspuren sah. Und zugleich erinnerte er sich daran, wie Dom jeden Zentimeter dieser Narben geküsst hatte. Rasch verscheuchte er den Gedanken. Es hätte ihn nicht gewundert, wenn Suko auch Gedanken lesen könnte. "Wenn du diese.. Verbindung wieder herstellst, wäre der Schutz dann nicht hinüber?" Seine Frage wurde relativ schnell beantwortet, aber in ihm herrschte immer noch Unverständnis. "Wieso ist das jetzt anders? Nur weil ich dich gesehen habe und meine Erinnerungen wieder habe?" Woher sollte dieser Werwolf das denn wissen? Aber dann winkte Phoenix ab. "Warum sollte er das tun? Das ist schon über 2 Jahrzehnte her, Suko." Phoe nahm die Gefahr nicht ernst, was an sich nicht verwunderlich war. 20 Jahre waren eine lange Zeit und er hatte im Grunde nichts getan, um sich den Zorn eines solchen Werwolfs zuzuziehen. Da sah das bei einigen ... "Kunden" schon ganz anders aus.

Er sah zu Jong, denn diesmal entging auch ihm das Knurren nicht. "Was ist?" Seine Worte klangen nicht scharf, obwohl es ihn störte, dass der andere scheinbar wegen Suko knurrte. Er betrachtete den jungen Mann und Takuya. Sie passten ziemlich gut zueinander, aber das würde er nicht laut aussprechen.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Jonghyun am Mi 21 Dez 2016, 10:39 pm

"Dir passiert? Das du mir weg genommen wirst?" Jong hatte kurzzeitig die Vision von der Angst, die er dann um Takuya hätte und den Zorn, auf denjenigen, der ihn weg genommen hätte. Also drückte er ihn noch mehr an sich. "Dich werden sie wollen. Die werden ganz schnell merken wie gut deine Seele ist und wie lieb du bist. Und dann werden sie dich nie wieder gehen lassen wollen und ich werde immer da sein. Immer an deiner Seite, so lange du lebst." Jong nickte und lächelte, eben weil er sich genau das vorstellte: Immer an Takuyas Seite zu sein, mit ihm zu kuscheln, mit ihm zu schlafen und einfach nur zusammen zu sitzen.

"Ja, der Schutz würde verfliegen. Doch du bist kein Kind mehr. Du kannst kämpfen, du kannst mit Waffen umgehen und du hast einen Partner." Den er noch ganz leicht an seinem Saphier riechen konnte, weshalb sich sein Vaterherz regte, er es aber zum Schweigen brachte. Das war jetzt nicht hilfreich! "Nicht wegen deinen Erinnerungen, sondern weil du deinen Duft nun wieder hast. Ein Killerwolf vergisst niemals ein ausgewähltes Opfer. Wenn er jemanden töten will, dann bringt er es zu Ende. Aufhalten kann ihn dann nur sein eigener Tod oder der ausdrückliche Befehl seines Alphas." Suko seufzte, denn es war nur zu deutlich, dass Saphir die Gefahr verkannte oder auch nicht sehen wollte.

Jong hingegen knurrte den Hünen drohend an und als Phoenix ihn fragte, was sei, richtete sich sein funkelnder Blick auf ihn. "Er gibt Geheimnisse Preis, die uns schaden. Geheimnisse, die wir niemals Menschen verraten dürfen!" Der zweite Beta fletschte die Zähne, deren Form mehr einem Wolf ähnelten als einem Menschen. Die Bernsteinaugen sahen wieder zu Suko, der den Blick ruhig erwiderte und dann meinte: "Saphir ist mein Junge, mein Sohn. Er ist erwachsen, er kann damit umgehen." Vor Verblüffung verging Jong jegliche Aggression und er sah den Älteren irritiert an. "Dein Sohn?" Suko nickte und erklärte liebevoll genauer: "Der Sohn meines Herzens." Jong brummte und krauste die Stirn, stimmte das denn? Sein Blick galt nun Phoenix, der einen seltsamen Namen bekommen hatte. War Saphir nicht ein Stein?

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Phoenix am Mi 21 Dez 2016, 10:58 pm

Takuya nickte auf die Rückfragen und fand seine Angst durchaus berechtigt. Bei den süßen Worten musste er dann aber lächeln und begriff nicht, dass Jong nur von seinem Leben sprach. Nicht von 'solange wir leben'. Es war ihm ja nicht mal wirklich bewusst, dass Werwölfe um einiges älter wurden und bedeutend länger lebten als Menschen. Was auch gut so war. An die Zukunft dachte er dann nicht weiter, blieb einfach an Jong gekuschelt stehen und wartete darauf, dass sie bald losziehen würden.

"Woher weißt du das?" Dass er kein Kind mehr war und mit Waffen umgehen und daher kämpfen konnte, waren keine Geheimnisse. Das man ihm an. Doch woher wollte Suko wissen, dass er einen Partner hatte, wenn er ihn jetzt zum ersten Mal seit langer Zeit wieder sah? Auch das mit dem Duft wollte ihm nicht aufgehen, denn: "Wie bitte kann man seinen Geruch verlieren?" Phoenix Stirnrunzeln vertiefte sich einmal mehr. Als Kind war er für all diese "übernatürlichen" Dinge offen gewesen, doch mit dem Verlust seiner Erinnerungen und dem Erwachsen werden, hatte er diese Eigenschaft nach und nach verloren. Immerhin ging Phoe nicht weiter auf diesen Killerwolf ein. Allein die Bezeichnung fand er ja schon seltsam.

Sein Stirnrunzeln verschwand auch dann nicht, als Jong sein Knurren erklärte. "Ich bin mir sicher, dass Takuya auch mehr weiß, als ihm zusteht." Der andere Blauäugige hörte das zwar, regte sich aber nicht in Jongs Armen. Er wollte ihn nicht verraten oder doof dastehen lassen. Dafür konnte er die spitzen Zähne sehen und musste prompt daran denken, wie sie sich auf seinem Hals angefühlt hatten.
Der langhaarige Schönling nickte schlicht und bestätigte damit Sukos Aussage. Ja, einst waren sie wie Vater und Sohn. Jetzt konnte er Suko nicht mehr so bezeichnen. Nicht einmal seine Zieheltern sah er wirklich als Eltern an und er glaubte nicht, dass er das bei Suko wieder raufbeschwören könnte. Vielleicht als Freund, aber noch vertraute er nicht darauf, dass Suko für ihn da sein würde. Nicht solange der Werwolf vorhatte, ihn wieder zu verlassen. Denn er würde nicht mit ihm gehen. Sein Platz war an Dominics Seite. Was nicht nur daran lag, dass Dom sein Partner war, sondern dass er in ihm seinen sicheren Hafen und einen Anker gefunden hatte.
Unwillkürlich sah Phoenix auf seine Armbanduhr und seufzte leise. "Ich muss gehen. Hast du wenigstens ein Handy, damit ich dich erreichen kann?"

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Dominic am Do 22 Dez 2016, 5:05 pm

"Ich rieche ihn, wenn auch nicht ganz so deutlich, als hättet ihr euch eben erst umarmt. Aber es ist ein Duft, der an dir haftet, auch wenn es noch andere Gerüche an dir gibt, die ihn überlagern. Außerdem... höre ich jemanden kommen, der sich Sorgen um dich macht." Suko lächelte und sah kurz zu dem Tower aus Glas, er hörte den Fahrstuhl, der ohne Pause von ganz oben nach unten fuhr.
"Das ist schwierig, aber nicht unmöglich. Ich bin ein Heiler, aber auch ein Nachtwolf. Mir stehen andere Möglichkeiten offen, als den anderen Werwölfen. Doch ich merke, dass dein Geist sich dafür verschlossen hat." Ohne jeglichen Vorwurf hatte er das gesagt, es lag in der Natur des Menschen, dass je älter sie wurden, auch ihre Offenheit und kindliche Fantasie verschwand. Suko erinnerte sich noch sehr gut wie neugierig Saphir gewesen war und alles hatte erfahren wollen. Vor allem hatte er nichts in Frage gestellt, wenn er ihm etwas erklärt hatte - außer das Übliche 'Warum ist es so und nicht anders und kann es anders sein?'.

"Natürlich, aber er gehört zum Rudel! Maru kennt ihn seit Jahren, er ist mein.. sein Junge. Außerdem kennt er uns, auch als er noch glaubte wir wären nur Wölfe und er hat sein Herz gezeigt und offenbart. Aber du nicht! Das galt nur als du noch ein Kind warst, aber auch Suko kann dich gar nicht mehr kennen." Jong hielt inne, dabei hatte er noch mehr sagen wollen. Doch das gedankliche Knurren des Monsterwolfes ließ ihn schweigen. Die Warnung hatte er verstanden. "Saphir hat noch immer das selbe Herz wie damals.", bemerkte Suko ruhig und leicht lächelnd.

Auf die Frage nach dem Handy nickte er und sagte seinem Sohn die Nummer. "Es kann auch sein, dass Kota oder Nhan ran gehen, sollte ich in meiner Wolfsform unterwegs sein. Sie können mir aber Bescheid geben, noch während sie mit dir reden." Liebevoll sah er Saphir an, ehe sein Blick und der von Jong an ihm vorbei zum Tower gingen. Kurz darauf kam Dominic raus, flankiert von Saetan, dem sich sofort das Nackenfell sträubte und wie der Blitz bei Phoenix war. Er drängte ihn weiter zu gehen, ließ weder Suko noch Jong aus den Augen und fletschte die Zähne. Dominic kam seinem Partner entgegen, die Hand ganz automatisch in der Nähe seiner Waffe, während er die andere ausstreckte um sie Phoenix hin zu halten. "Alles okay?!"

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Phoenix am Do 22 Dez 2016, 6:36 pm

Phoenix drehte sofort den Kopf und sah ebenfalls zum Tower, aber er konnte Dominic noch nicht sehen und sah wieder zurück zu Suko. Ja, er hatte sich verschlossen, aber das musste ja nicht so bleiben. Allerdings hatte er gerade keinen Kopf mehr, um über all das noch länger nachzudenken. Unbeeindruckt hörte er Jong zu und zuckte mit den Schultern. "Meine Einstellung Suko gegenüber hat sich nicht geändert. Auch nicht, was die Wölfe angeht. Aber ich komm gerade von der Arbeit und hatte nichts anderes vor, als mich in die Badewanne zu legen und zu entspannen. Dass ich meinen Ziehvater, an den ich mich seit Jahrzehnten nicht mehr erinnert habe jetzt wieder traf und sämtliche Erinnerungen wieder hochkommen, überfordert mich gerade etwas. Also spar dir dein Geraunze - ich bin im Rudel jahrelang aufgewachsen und damals warst du noch kein Mitglied!" So langsam konnte er sich auch wieder an Maru erinnern, auch wenn er nie viel mit ihm zu tun gehabt hatte. Dafür mit einigen seiner Söhne.

Phoenix notierte sich Sukos Handynummer in seinem Smartphone und nichte einfach nur auf die Information. Er würde jetzt nicht nachfragen, wer die beiden waren. Die Zeit drängte, denn er wusste, dass Dom ihn längst erwartete und erneut folgte er den Blicken der beiden Werwölfe. Endlich sah er seinen Geliebten und als der zu ihm und Saetan aufgeschlossen hatte, änderte sich Phoes ganze Aura. Er wirkte nicht mehr unnahbar, kühl und abgehetzt, sondern wie zu Hause angekommen. Nichts als Liebe lag in seinem Blick, mit dem er Dominic liebkoste. Die Frage war nicht einfach zu beantworten, aber Phoe nickte. "Ruhig, Saetan." Erst als der Dobermann sich etwas beruhigt hatte, strich er ihm sanft über den eleganten Kopf. Dann ergriff er Doms Hand und schmiegte sich gleich darauf an seine Seite, sah aber zu Suko. "Wehe du verschwindest, ohne dich von mir zu verabschieden!" Seine Worte drückten auch aus, dass er vorhatte, sich mit Suko zu treffen. Deshalb verabschiedete er sich auch jetzt nicht richtig, sondern nickte ihm schlicht zu. Eigentlich hätte er ihn gerne umarmt, aber gerade wollte er nicht mehr von Doms Seite weichen und lächelte deshalb leicht. "Gehen wir nach Hause." Phoe sah wieder seinen Geliebten an, der so viel mehr Alpha-Gehabe ausstrahlte, als Maru es je könnte. In dieser Hinsicht hatte das Rudel ihn geprägt - immer im Schutz des stärksten Wolfs.

Erst als sie wieder oben in ihrem Appartement waren, atmete Phoenix tief durch. Er war geistig und körperlich total erschöpft. Als er Mantel und Schuhe los war, schmiegte er sich eng an Dominic und schloss für eine Weile seine Augen. "Ich brauche dringend ein Bad und was heißes zu trinken. Dann erzähl ich dir alles, okay?" Zunächst aber legte er seine Waffe ab und suchte sich bequemere Klamotten raus.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Dominic am Do 22 Dez 2016, 7:58 pm

Jong runzelte die Stirn und machte sich erst jetzt die Mühe Phoenix zu erschnüffeln und zwar mit allen Düften, die an ihm hafteten. Es war bekannt, dass Hunde riechen konnten, ob ihr Mensch kurz vor einem epileptischen Anfall stand oder ob er krank war. So war es nicht mehr ganz so verwunderlich, dass Suko den Glatzkopf am Langhaarigen hatte riechen können. Jong jedoch merkte jetzt, dass Phoenix Gewalt angewandt hatte und strich beschützend über Takuyas Seite. Er brummte jedoch nur noch und ließ das Thema sein. Aber er würde Maru fragen, sobald sie Phoenix und den Glatzkopf los geworden waren.

Suko spürte die tiefe Liebe von seinem Sohn als dieser seinen Partner sah und merkte auch, dass der Mann ebenso empfand - es nur besser verbarg, weil sie nicht allein waren. Dominic blieb misstrauisch, er kannte seinen Geliebten und sah zu Saetan, gab aber keinerlei Befehle. Der Dobermann wurde ruhiger, drückte aber seinen Körper noch immer leicht gegen den jungen Mann, bis dieser neben seinem Herrchen stand und dieser den Arm um ihn legte. Er ließ sich streicheln, blieb aber extrem aufmerksam vor dem Paar stehen. Li war ebenfalls da, hielt sich aber im Schatten auf und gegen den Wind.
"Ich werde mich immer von dir verabschieden, ab jetzt immer.", erwiderte Suko lächelnd, während Dominic sich wieder für einen Moment anspannte, weil der Kerl SEINEN Partner so seltsam ansah! Der Inselboss nickte auf den Vorschlag, dass sie nach Hause gehen sollten. Aber er wartete damit, bis die anderen Drei auch gingen und zwar in Richtung Central Park.

Dominic stieß die Luft fast lautlos aus und als er den Blick von Phoenix sah, strich er ihm mit dem Daumen über den eingerissenen Mundwinkel. "Gab´s großen Ärger?", fragte er nach und hätte am liebsten Li mit geschickt. Doch hatte er es nicht getan, es wäre seinem Geliebten ganz sicher gegen den Strich gegangen. Wenig später waren sie oben im Penthouse angekommen und schon stürmte Daemon auf sie zu, wobei der Dobermann sich noch rechtzeitig an seine Erziehung erinnerte und Phoenix nicht ansprang.
Erst danach konnte sich der Schönling an Dominic schmiegen, der ihn in seine Arme schloss. "Ich lass dir Wasser ein und mach dir Kaffee mit Schuss?" Er konnte natürlich auch Tee machen. Während Phoenix sich seine Sachen raus suchte, ließ Dominic das Wasser ein, zündete sogar die beiden Kerzen im Badezimmer ein und gab das Lieblingsschaumbad seines Freundes ins Wasser.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Phoenix am Do 22 Dez 2016, 8:33 pm

Takuya hatte nichts weiter gesagt, sondern ging schließlich mit Jong und Suko zum Central Park, der gar nicht so weit von hier entfernt war. Sie konnten sogar immer noch den Tower von dort aus sehen. Um die Uhrzeit war nicht mehr allzu viel los. Nur noch ein paar Jogger und Hundebesitzer waren unterwegs und als sie noch ein Stück weiter gingen, war ein Teil des Parks sogar fast ausgestorben. "Ja dann... viel Spaß!" Er lächelte Jong an und würde natürlich seine Klamotten halten. Tak ging davon aus, dass der Werwolf erstmal herum rennen wollte und danach konnten sie ja noch gemeinsam einige Schritte gehen. Er sah aber auch leicht fragend zu Suko. Würde der Jong begleiten oder bei ihm bleiben?

Phoenix hatte es nicht eilig damit, Dom über alles aufzuklären. Gerade das Treffen mit Suko musste er erst einmal selbst verarbeiten. Flüchtig verzog er die Lippen, denn der Riss brannte natürlich. "Hmm... nein. Ich war irgendwie einen Moment abgelenkt und der Scheißkerl hat zugeschlagen." Danach hatte er alles wieder unter Kontrolle gehabt, war aber trotzdem wegen seinem Patzer verärgert.
Phoe grinste über Daemon und begrüßte ihn dann streichelnd und lobend, ehe er auch Saetan noch einmal ausgiebig lobte.
Er war unendlich dankbar, dass Dominic alles vorbereiten wollte und lächelte glücklich. "Tee mit Schuss, bitte." Zärtlich streichelte er über Doms Arm, dann ging er ins Schlafzimmer und suchte ein paar bequeme Klamotten. Aber es waren eben Phoes Klamotten, weshalb sie sehr wohl sexy waren und seinen Knackarsch betonten - erst recht, wenn er keine Unterwäsche trug. Die Haare band er sich zunächst zu einem unordentlichen Dutt hoch, damit sie nicht gleich nass wurden. Schließlich wollte er in der Wanne entspannen. Dann zog es ihn auch direkt ins Bad und er lächelte einmal mehr über die Vorbereitung seines Geliebten. Der Langhaarige zog sich aus und packte das Getragene gleich mal in den Wäschekorb, bevor er sich in die Badewanne setzte. Als Dom zu ihm kam, war er schon dabei zu entspannen und stellte den mitgebrachten Tee mit Schuss und Milch nach einem kleinen Schluck auf die Ausbuchtung neben der Wanne. Einer der fluffigen, seltsamen Schwämmchen trieb bereits auf dem fast schon heißen Wasser, natürlich nur, damit Dom ihn gleich damit abreiben konnte.

"Ich erinner mich jetzt wieder an alles aus meiner Kindheit." Mit zärtlicher Liebe betrachtete er Dom und erzählte davon, wie er an Suko geraten war und als Kleinkind mit Wölfen gespielt hatte und auf Suko-Wolf geritten war. Auch dass er sich wieder an Maru erinnerte und wie Suko ihn schließlich nach dem Spiel auf Leben und Tod weggegeben hatte. "Das Treffen mit ihm hat meine Erinnerungen wieder wach gerufen. Als ich Maru und Jong so sah, war da schon irgendwas, das mich wachgerüttelt hat, aber... ich wusste nicht was. Deshalb hab ich auch so komisch reagiert, glaube ich." Jetzt tat es ihm leid, dass er mit Dom fast einen Streit vom Zaun gerissen hatte, als es darum ging, ob sie die Werwölfe mitkommen ließen oder nicht. "Die Welt ist klein..." Er seufzte leise und rieb sich über die Augen. Er war wirklich fix und fertig.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Dominic am Do 22 Dez 2016, 11:05 pm

Jong grinste und zog sich wieder mal schnell aus, nachdem er auf Sukos Nicken gewartet hatte. Es war dunkel und manche Laternen funktionierten auch nicht. Schon hatte er sich in den großen Schokowolf verwandelt, rieb seinen Dickschädel an Takuya und raste los. Suko blieb schmunzelnd neben dem Jungen stehen, natürlich würden sie ihn nicht hier allein lassen - schon gar nichts so spät am Abend. "Möchtest du einmal erfahren was es für uns bedeutet, wenn wir frei rennen können?", fragte er freundlich-ruhig nach und sah zu Takuya runter. "An den drei Tagen bei Vollmond ist dieser Drang zu rennen so stark, dass wir diesem Ruf folgen müssen. Selbst wenn wir irgendwo als Wolf eingesperrt sein sollten. Du hast es sicher auch beim Alpha beobachten können in dem Gehege."

"Hm." Es war gut, dass es 'nur' eine kurze Unaufmerksamkeit gewesen war. Aber es missfiel ihm natürlich, dass sein Geliebter geschlagen worden war. Also sagte er nichts weiter dazu und verzichtete auch darauf ihm zu sagen wie nachlässig es gewesen war unaufmerksam gewesen zu sein.
Die Dobermänner gingen nach der Begrüßung auf ihre dicken Decken und streckten sich aus, bis Daemon zu seinem Bruder trottete und sich an ihn ran schmuste und dort einschlief. Dominic hingegen brühte Tee auf und ließ das Badewasser ein, sorgte ein bisschen für entspannendere Umgebung mit den Kerzen, ließ das in die Wand integrierte Radio aber aus, welches auch auf Playlisten zugreifen konnte.
Schließlich kam er mit dem großen Teebecher zurück ins große Badezimmer und reichte seinem Partner den Becher, ehe er sich auf den Wannenrand setzte und ihn ansah. Er schwieg, wartete darauf, dass Phoenix anfing zu erzählen. Kindheit... Richtig, an die Jahre vor seiner Pflegefamilie hatte er sich nicht erinnern können - im Gegensatz zu ihm, der sich nicht erinnern wollte. Was nicht hieß, dass Dominic etwa missbraucht oder misshandelt worden war.

"Das bedeutet, du bist damals eher ein Welpe gewesen als ein Junge?", fragte er nach und runzelte nachdenklich die Stirn. "Ich verstehe jetzt deine Reaktion auf die Enttarnung der Beiden." Er nickte leicht, dann musterte er Phoenix genauer. "Und was hast du jetzt vor? Bleibst du bei mir oder gehst du zum Rudel zurück?" Sein Blick verfinsterte sich und er fügte hinzu: "Einfach werde ich es dir nicht machen, solltest du gehen wollen." Und ihn somit verlassen. "Aber dieser Mann eben.. er ist deine Familie, oder?" Nachdenklich griff Dominic nach dem seltsamen Schwamm und runzelte noch stärker die Stirn, ehe er knurrig meinte: "Am besten schläfst du erst einmal darüber und verarbeitest alles. Es müssen viele Erinnerungen sein, die plötzlich auf dich einströmten."

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Phoenix am Fr 23 Dez 2016, 12:28 am

Tak beobachtete Jong lächelnd, strich einmal durch sein Fell und konnte ihm dann nur noch hinterher sehen. So schnell wie der Werwolf nun war, verlor er ihn dann aus den Augen und sah zu Suko. "Ich glaube ich weiß, was es bedeutet. Ich würde gern wissen, wie es sich anfühlt, so schnell und ausdauernd zu rennen ohne dabei zu ermüden... Aber ich fürchte, ich will das dann auch können." Tak verzog leicht seine Lippen. Natürlich war er neidisch und erinnerte sich noch daran, wie furchtbar am Ende er auf dem Weg zum Schloss gewesen war und das Jong ihn sogar hatte tragen müssen. "Suko... werden mich die anderen eures Rudels akzeptieren? Oder... wird es mir irgendwann so gehen wie Phoenix?" Er fragte jedoch nicht nur für sich, sondern auch für Tae. Dass sein Bruder diesmal nicht nur rumspielte, war ihm sofort aufgefallen. Das ganze Verhalten von Yang hatte sich verändert, seit er Maru an seiner Seite hatte.

Phoenix neigte den Kopf von einer Seite auf die andere. "Naja, sagen wir mal so... Ich hab gerne so getan, als wäre ich auch ein Welpe. Aber die anderen waren immer viel schneller, viel stärker, viel wilder. Ihnen hat es nichts ausgemacht, wenn sie raufend einen kleinen Abhang runtergerollt sind. Ich war danach grün und blau geschlagen, hatte Schürfwunden und geheult wie ein Schlosshund. Klar, irgendwann wurde ich auch zäher, aber... ich konnte nie mit ihnen mithalten. Werwolfwelpen reifen geistlich viel schneller als wir und sie haben sich deshalb auch bald von mir abgewandt. Meistens hab ich mit Suko gespielt und ich war sowieso dauernd in seiner Nähe. Und ich kann jetzt nicht behaupten, dass ich die Wolfssprache beherrsche." Ein bisschen Schmunzeln musste er ja schon. Die Fragen seines Geliebten überraschten ihn und brachten ihn zugleich zum Nachdenken. Für ihn war das bisher eigentlich kein Thema gewesen, denn es gab nichts was er weniger wollte, als Dom zu verlassen. Und eigentlich war er davon ausgegangen, dass sein Partner das wusste. Er öffnete seine Lippen um zu antworten, wartete aber, bis Dominic nur noch knurrte. "Suko war mir mehr ein Vater, als es mein Ziehvater gewesen ist. Ich konnte mein Herz nie richtig für meine Ziehfamilie öffnen. Aber jetzt brauche ich keine Vaterfigur mehr." Ihn traf die Erkenntnis mit der Aussprache. Suko würde dennoch immer einen wichtigen Platz in seinem Herzen einnehmen und auch wenn seine Gefühle für ihn noch nicht ganz erwacht waren, war auch das nur noch eine Frage der Zeit.

Schließlich hob er eine Hand und umgriff sanft das Kinn seines Geliebten, damit er ihm ruhig in die Augen sehen konnte. "Ich gehöre dir. Mein Platz ist an deiner Seite." Die Nachricht ließ er erst einmal wirken, bevor er weiter sprach. "Suko weiß das. Es war so ziemlich das erste, was ich zu ihm sagte. Aber er gehört ins Rudel, also... Ich schätze, wenn Maru abreist, werde ich Suko so schnell nicht wiedersehen. Aber vielleicht können wir ihn ab und an mal besuchen oder er uns?" Über den Killerwolf hatte Phoenix kein Wort verloren, was auch daran lag, dass er überhaupt keinen Gedanken mehr an ihn verschwendet hatte. "Entschuldige... Ich hätte euch einander vorstellen sollen, aber das ging irgendwie nicht. Du hast Recht, ich muss das alles erstmal realisieren." Seinen Tee hatte er nebenher getrunken und der Schuss Alkohol hatte ihn beruhigt und das nun mehr warme Wasser entspannte ihn.

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