Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Fr 09 Dez 2016, 12:00 am

Yang nickte leicht und musste dann lächeln. "Aber du hast Recht. Ich sollte nicht so weit in die Zukunft denken, sondern lieber mit dir das Jetzt und Hier vollkommen genießen. Und das werde ich auch." Der Dunkelhaarige lächelte gegen den Daumen seines Geliebten und hörte ihm zu. "Nicht die Liebe ist furchtbar. Es ist furchtbar, dass wir nur so wenig Zeit haben, gemessen an deiner Lebensspanne. Und es ist furchtbar, dass du nach meinem Tod nicht noch einmal lieben kannst." Maru wäre einsam, trotz seines Rudels. Doch Yang schüttelte all dies ab und lächelte ihn dann an, während er ihn zu sich zog. So nahe, dass er gegen seine Lippen sprach. "Das werde ich nicht noch einmal. Und es werden unsere schönsten Erinnerungen werden und ich trage davon schon welche in mir. Es sind die, die wir auf dem Stützpunkt heimlich erlebten." Yang lächelte noch immer und küsste ihn schließlich innig und doch irgendwie forsch.

Der riesige Nachtwolf hatte trainiert, er wollte sich besser verbergen und das konnte er auch nahezu perfekt, wenn der Wind nicht aus seiner Richtung kam. Aufmerksam sah er die Menschen an, Jongs Aussehen kannte er von Nhan, der ihm alle gezeigt hatte. Kota würde ihn warnen, sollte irgendwas nicht stimmen, denn er hatte ihm beigebracht diesen Teil seines Instinktes zu schärfen. Suko selbst verließ sich darauf und so gab er sich ganz der Freude hin Maru wiederzusehen und überschüttete ihn geistig mit seiner Zuneigung. Maru war sozusagen sein erster Sohn gewesen und er war der Vater für ihn gewesen, den Maru gebraucht und nicht bei seinem Erzeuger gefunden hatte. So war es nicht verwunderlich, dass ihr Band noch stärker war als das von Maru und Nhan.

Der Heilerwolf lächelte als er seinen geknurrten Namen hörte und schon hatte sein Alpha seine große Zunge im Gesicht und am Hals. Es sah dem ansonsten so ruhigen Wolf wirklich nicht ähnlich, aber er hatte seinen 'Welpen' sehr vermisst. Während dieser ihn streichelte, rieb er seinen Schädel an ihm und beobachtete wie der Menschenjunge näher kam und über eins seiner Vorderläufe strich. Hätte er seine menschliche Gestalt, hätte er nun eine Augenbraue angehoben. Monsterwolf? Suko sah den Jungen erheitert an und neigte dann seinen Kopf auf die Seite, die Ohren dem Jungen zugewandt.
Während Maru die drei Fremden vorstellte, sah er zu jedem, wenn der Name fiel. Bei Taeyang blieb sein Blick hängen, er musterte ihn und Yang erwiderte den Blick der befremdlich silbernen Augen. Angst hatte er keine, er war nur beeindruckt von der Größe des Wolfes. Dann aber sah er zu Kota und konnte nicht anders als ein wenig zu lächeln. Es war ein süßer Wolf, hübsch und sehr intelligent wie er an den Augen sehen konnte. Jetzt wo er definitiv wusste, dass es Marus Sohn war, stand er ihm auch offener gegenüber.

Suko beobachtete alle, dann rieb er noch mal seinen Kopf an Maru, ehe er einen Schritt machte und vor dem Menschenjungen stand. Jong war ein wenig angespannt, aber nur weil es um Takuya ging. Suko nahm den Duft des Jungen auf und stupste ihn dann mit seinem Kopf an, Berührungsängste besaß er nicht. Selbst die Welpen konnten mit ihm spielen, auf ihm herum turnen - wenn sie es sich denn wegen seiner besonderen Stellung im Rudel trauten. Kota hatte es vorgemacht, er hatte keine Angst gehabt und trotz seiner vorwitzigen und manchmal frechen Art, hatte er es nie an Respekt fehlen lassen, wenn er ihn als Spielplatz genutzt hatte. Jetzt aber nahm er den süßlich-lieblichen Duft von Takuya wahr, bemerkte die Jungfräulichkeit, vor allem aber die Unschuld und konnte verstehen, warum er Marus Junge war.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am Fr 09 Dez 2016, 6:52 am

Maru blühte bei Yangs Aufmerksamkeit erst so richtig auf und so war es kein Wunder, dass er sich in dem Kuss verlor. Dennoch fand er es irgendwie befremdlich, mit ihm Händchen zu halten oder dergleichen. So ganz waren seine Alphapersönlichkeit und seine geprägte Persönlichkeit noch nicht im Gleichgewicht.
Kota bekam zunächst keine Aufmerksamkeit, aber das wollte der Welpe auch nicht. Er stand in Sukos Nähe und war aufmerksam. Seine Ohren spielten und ab und an konnte man sehen, dass er witterte. Aber da er ruhig stehen blieb, drohte ihnen keine Gefahr oder dergleichen. Sie waren noch ganz allein in dieser Gasse. Maru kostete die Wiedersehensfreude mit Suko aus. Der riesige Wolf schien sich kaum verändert zu haben, was wohl daran lag, dass Suko schon immer eine Konstante in seinem Leben gewesen war. Maru selbst wirkte reichlich demoliert, doch gerade das ließ ihn noch so viel mehr als Alpha erscheinen. Nachdem er seine Leute vorgestellt hatte, trat er etwas zurück und wieder neben Yang und griff erst jetzt nach seiner Hand.

Takuya zeigte sich immer noch völlig entspannt und fühlte sich wie magnetisch von dem großen Wolf angezogen. Er musste ihn einfach berühren! Da wich er nicht mal zurück, als sich der Wolf ihm ganz zuwendete. Bei dem Stupsen kicherte er und streichelte nun über Sukos Kopf. "Entschuldige. Ich hätte dich fragen sollen, ob ich dich streicheln darf. Aber bei so viel schönem Fell setzt mein Denken aus."
Maru ließ Suko einen Moment mit Tak alleine, dann schickte er ihm eine Bilderflut, die aber langsamer war als die mit der er Nhan überschüttet hatte. Jetzt hatten sie ja mehr Zeit und er zeigte Suko ausgiebig seine und Takuyas Geschichte. Seine Liebe für den Jungen machte deutlich, warum er ihn überhaupt mit hierher genommen hatte. Wäre es ein großes Verbrechen, wenn ich diese beiden Menschen in mein Rudel aufnehme? Dass es eins war, wusste Maru. Noch nie waren Menschen in ein Wolfsrudel aufgenommen worden. Wenn, dann wurden sie zeitnah gebissen oder das Wolfs-Mensch-Paar verließ im Einvernehmen mit dem Alpha das Rudel. Maru hatte nichts dergleichen vor. Noch nicht.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Fr 09 Dez 2016, 12:05 pm

Es wurde erst seltsam für Yang, als es das für seinen Geliebten wurde. Er hielt noch immer die Hand des Älteren, auch nach dem Kuss darauf und ließ langsam los. Der Dunkelhaarige hatte es eher mehr mit Arm umlegen als mit Händchenhalten, es sei denn sein TakTak nahm seine Hand, die konnte er Stunden lang halten.

Jong beobachtete nicht so sehr das Wiedersehen seines Alphas mit dem riesigen Wolf - er war schon ein bisschen eingeschnappt, dass Suko so viel größer war als er selbst - sondern er betrachtete den kleinen bunten Wolf. Er war so süß!! Außerdem erinnerte sich Jong mit einem Mal, warum ihm von seinem alten Rudel fast nur noch die Welpen in Erinnerung geblieben waren. Er war ihr 'Onkel' gewesen, derjenige, der mit ihnen spielte, sie trainierte und zur Ordnung rief, wenn sie übertrieben. Viele Welpen hatten sie nicht gehabt, nur ein halbes Dutzend etwa. Ganz leise schlich sich ein sehr leises Winseln aus seiner Kehle, er wollte unbedingt Kota begrüßen, vor allem auch deshalb, weil er Marus Sohn war. Aber der Kleine hatte jetzt noch seine Aufgabe, also blieb Jong wo er war und verhielt sich still.

Suko spürte, fühlte die Unterschiede zu dem Maru von damals und heute. Aber seine Seele, sein Inneres war noch immer stark und gut und so hob er seinen Kopf und präsentierte ihm die Kehle, er würde ihm folgen - selbst in den Tod. Er lächelte als Maru zu seinem Partner ging und sah wie Taeyang die Hand vom Alpha sanft drückte.
Der Nachtwolf brummte und nickte einmal, der Junge hätte ihn fragen müssen ob er ihn streicheln durfte. Aber Suko war schon immer sehr nachsichtig und das galt auch für Menschen. So ließ er sich wieder streicheln, verharrte aber still und unbeweglich, während die Bilder von Maru und Takuya auf ihn einströmten. Er schloss die silbernen Augen und sah sich diesen emotionalen 'Film' an, so dass sich sein Herz dem Jungen sofort öffnete. Nein, das wäre es nicht. Es ist nachvollziehbar, jeder wird erkennen warum du Taeyang mit nimmst und warum ihr nicht das Rudel verlasst, denn du bist unser Alpha. Er wird es jedoch schwer haben. Allerdings wird Takuya es noch schwerer haben, nicht bei den Fähen. Bei ihnen wird er noch Welpenschutz haben und sie werden sich um ihn kümmern wollen. Aber die anderen könnten es nicht verstehen, obwohl wir ihm so viel verdanken, auch dein Leben. Mit der Zeit werden sie jedoch merken, dass er nicht nur diesen Duft hat, sondern ihn auch im Inneren trägt. Dein Junge ist stark, er wird es mit unserer Hilfe schaffen.
Suko öffnete seine Augen wieder und sah direkt in die blauen des Jungen. Dann lächelte er und begann seinen Nacken abzulecken, in ruhigen und sanften Zügen. Er dankte ihm für alles, was er für Maru getan hatte.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am Fr 09 Dez 2016, 3:20 pm

Kota hörte das Winseln und sein Ohr zuckte kurz, aber er ließ sich nicht weiter ablenken. Wenn Suko und sein Alpha da waren, musste er sich natürlich noch viel viel mehr anstrengen!
Maru berührte Sukos Kehle zuerst mit der Hand, dann schmiegte er seinen Kopf dagegen und schenkte Suko gerade so viel mehr Ehrerbietung, als er es im Rudel gekonnt hätte. Dabei spürte er, dass etwas an Suko anders war, verändert worden war. Doch er würde nicht sofort danach fragen.

Taks Wangen waren schon wieder rot, weil ihm das Streicheln jetzt peinlich war. Er hätte sich eigentlich sofort ins Gedächtnis rufen müssen, dass er hier einen erwachsenen Mann streichelte, keinen kuscheligen Plüschwolf. Doch Suko ließ das Streicheln zu und er kostete dieses Geschenk voll und ganz aus. Und Tak war ein guter Streichler!
Maru wusste, dass Sukos Herz bei der Bilderflut sich für Takuya öffnen würde. Tak war sein süßer, sein liebster Lieblingsmensch! Der Alpha brummte leise vor sich hin und lächelte versonnen. Ihre Geschichte auf diese Weise zu erzählen, ließ ihn sich quasi neu in Tak vernarren. Ich weiß. Das Wichtigste ist, dass sie nicht in Gefahr sind. Ich vermute, dass Jong sich auf Takuya geprägt hat. Er wird jeden Zerreißen wollen, der auch nur im Ansatz gemein zu meinem Jungen ist. Taeyang wird an ihren Zweifeln und ihrem Zorn wachsen. Vielleicht können wir den beiden Aufgaben im Rudel geben. Tak wird sich sicher um die Welpen kümmern wollen. Taeyang ist ein Krieger. Suko würde bestimmt etwas einfallen.

Tak lächelte und schien den Monsterwolf schon ein klein wenig anzuhimmeln. Vor dem Wolfslächeln hatte er keine Furcht, sondern erwiderte es und musste erneut glockenhell kichern. Zuerst verstand er das Lecken als Spiel, dann wurde er ruhiger und schlang schließlich seine Arme so weit er konnte um den Wolfshals. "Alles, was ich für Maru und Jong tat, würde ich für alle von euch tun. Aber auch für eure kleinen... Verwandten?" Waren die Wölfe jetzt mit den Werwölfen verwandt? Tak runzelte leicht fragend die Stirn, ließ den Satz aber einfach so stehen.
"Gehen wir rein." Maru nickte in Richtung der Lagerhalle und ging langsam näher zu dem Gebäude, wobei er seinem Welpen über den Kopf strich und ihm ein freudiges Wedeln entlockte.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Fr 09 Dez 2016, 5:23 pm

Suko knurrte so laut, dass es eine Art SchnurrGrollen war, während Maru seinen Kopf gegen seine Kehle schmiegte. Das Gefühl war einfach überwältigend, sein Junge war Heim gekehrt! Er hatte ihn unglaublich vermisst und sich wirklich um ihn gesorgt - doch nur ihm näher stehende Wölfe hatten dies bemerkt. Jahre hatte er sich gesorgt und es schließlich gewagt dem ehemaligen Alpha zu widersprechen, ihm zu sagen, dass Maru einen besseren Alpha abgeben würde und auf jeden Fall noch lebte. Danach war er bestraft worden, doch das hatte er ausgehalten. Er hatte Maru verteidigt, denn der irre Alpha hatte alles versucht gegen seinen eigenen Sohn vorzugehen, feige, weil dieser nicht da war um sich zu verteidigen. Da war Sukos Ruhe dahin gewesen. Es hatte aber auch gezeigt, wer alles noch immer Maru die Treue geschworen hatte. Jetzt war er wieder da und Nhan hatte alle um sich gesammelt, die hinter Maru standen.

Der Heilerwolf jappste kurz, was wie ein tiefes einmaliges LachBellen klang, weil Marus Junge rote Wangen bekommen hatte. Er ließ sich jedoch gern streicheln und Takuya würde das Vibrieren seines genießenden Brummes fühlen können während dem Streicheln.
Wenig später erzählte sein Alpha ihm die Geschichte von sich und Takuya in Bildern, Eindrücken, Gerüchen und Laute - fast als wäre er selbst dabei gewesen. Sofort schloss er den Jungen in sein Herz und drückte seine Schnauze gegen die kleine Hand. Sein Eckzahn war länger als der Mittelfinger des Jungen. Eine Gefahr sehe ich nicht. Nicht bei den Wölfen, die auf deiner Seite stehen. Es wird Neider geben und doch gibt es keine Menschenhasser unter uns. Nicht so wie das einstige Rudel von Jong und er selbst. Du hast Recht, er hat sich auf Takuya geprägt, man wird ihn ein wenig im Auge behalten müssen und es deinem Jungen bald erklären müssen warum sich Jong so aggressiv und eifersüchtig verhält. Denn das bleibt nie aus. Merkwürdigerweise ist es viel ausgeprägter, wenn die Prägung auf einen Menschen erfolgt. Dein Junge kann sich um die Kinder kümmern, da ist jede Hilfe willkommen. Aber auch bei den Verletzten kann er mit helfen, also mir. Taeyang kann mit Nhan und Tetsuji trainieren und mit anderen auf die Jagd gehen. Er kann Vögel runter holen.

Das Kichern ließ Suko wieder lächeln, ehe er ihn weiter dankend über den Nacken leckte. Jong spürte die Eifersucht in seinem Inneren nagen, verdrängte sie aber. Der nachtwolf nickte auf die Frage, die Wölfe waren mit ihnen verwandt, weshalb sie sich auch mit ihnen verständigen konnten. Nicht mit Worten, aber mit Gefühlen. Sanft fuhr er mit seiner Schnauze über Takuyas Gesicht, ehe er sich abwandte und Kota einmal als Lob über die Flanke leckte. Danach führte er sie zur Tür, wobei er Maru gedanklich fragte: Verträgt dein Junge es, wenn wir uns in Menschen wandeln? Er brummte nach der Antwort und schon setzte die Verwandlung ein. Jong war beeindruckt, da Suko auch als Mensch sehr groß war.

Schätzungsweise 2,05 m und noch breiter und muskulöser als der Glatzkopf beim Langhaarigen. Das Tattoo lief von der linken Halsseite über die Schulter, umschloss den kompletten linken Arm bis zum Handgelenk und die linke Brust, während die langen Haare bis zur Hälfte des Rückens fielen. "Wie hast du das gemacht?!", platzte es Jong heraus, denn sein Blick war neugierig nach unten gewandert und hatte eine enge Shorts entdeckt. Suko war nicht komplett nackt!! "Übung und die genetische Voraussetzung eines Alpha-Genes. Nur Wolfskrieger können das erlernen, die Werwölfe, die auch eine Hybridform annehmen können." Sukos Stimme klang sehr angenehm, sehr dunkel, aber freundlich und ruhig, während er nur auf Takuya herab sah und ihn anlächelte. Danach öffnete er die Tür und ließ sie alle vorgehen, er bildete das absichernde Schlusslicht.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am Fr 09 Dez 2016, 7:50 pm

Takuya zeigte keine Scheu den Wolf zu berühren und strich ihm sanft mit den Fingern über die Schnauze. Bei Wölfen war er schon immer mutig gewesen und hatte ihnen stets leichter und schneller vertraut als Menschen. Aber das war wohl der typische Tier-Effekt.
Maru lehnte sich mehr an Yang, beobachtete seinen Jungen und Suko und lauschte dem älteren Wolf. Ab und an glitt sein Blick auch zu Jong und er spürte dessen Eifersucht. Wenn Takuya sich in ihn verliebt hat, können wir es ihm erklären. Andernfalls will ich ihm diese Bürde nicht auferlegen. Der Alpha ahnte, dass Tak auf sein eigenes Glück verzichten würde, nur um Jong dann glücklich machen zu können. Dass sein Junge sich in seinen Beta verliebte, war ihm schon lange klar gewesen. Ich denke es liegt daran, dass Menschen so schwach und zerbrechlich und kurzlebig sind. Maru nickte einfach auf Sukos Frage und unterdrückte ein Grinsen. Takuya würde schon noch irgendwann mit ihren Wandlungen klar kommen.

Jetzt aber wurde der Junge sofort wieder knallrot, als er den muskulösen Riesen vor sich sah. Wenn er die Wölfe sah, vergaß er gern den Menschen in ihnen und erst jetzt wurde ihm wirklich bewusst, dass er einen überaus erwachsenen Mann gestreichelt hatte. Angestrengt versuchte er nicht nach unten zu sehen, aber Suko war so groß, da ging das gar nicht anders. Doch... sein Unterleib war bedeckt? Zuerst war Tak verblüfft, dann vertiefte sich die Röte auf seinen Wangen. Die Shorts verbarg aber auch gar nichts!!! Schon schoss er einen funkelnden Blick auf Maru ab, der vor sich hin gackerte und eine Hand auf Sukos Schulterblatt legte. "Na, macht er dich auch geil?" Maru konnte einfach nicht anders, auch auf die Gefahr hin, dass Jong explodieren sollte. "MARU!!" Immerhin schlug Tak ihn zuerst, aber der Alpha konnte mit dem Lachen so schnell nicht aufhören.
Schließlich schaffte er es dann doch und räusperte sich. "Ich will dass meine Beta ihre Kriegerform annehmen können." Dass er es konnte, hatte er Suko längst mitgeteilt. In der Lagerhalle schien zuerst nur Nhan auf sie zu warten und Maru begrüßte ihn, indem er seine Schulter drückte. Erneut stellte er sie einander ordentlich vor, doch er hatte kaum zu Ende gesprochen, da tat es einen riesigen Schlag und das Wellblechdach der Lagerhalle erbebte. Staub rieselte von der Decke und schwere, stapfende Schritte waren zu hören.

Tak drängte sich schreckhaft näher an Jong und Kota knurrte vielsagend. Allerdings klang es in den Wolfsohren eindeutig spöttisch. Er hatte sich noch nicht gewandelt, tat es aber genau dann, als Tetsuji in seiner Wolfsform rein kam und nutzte die Ablenkung der anderen, um sich eine Jeans anzuziehen. Der Killerwolf wandelte sich schon wenige Schritte nach dem Eintreten. "Draußen ist alles ruhig. Ich soll ungefähr eine Millionen Danke ausrichten, für das Essen." Er nickte gen Suko, verneigte sich leicht vor Maru und blieb auf der eher-Wolf-Seite stehen. Maru hob flüchtig eine Augenbraue und betrachtete den nackten Tetsuji kurz, war diesmal aber keinen Blick auf Tak, der sich weggedreht hatte. "Wieviele sind wir?"

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Fr 09 Dez 2016, 9:18 pm

Suko neigte langsam seinen Kopf und zeigte somit, dass er gleicher Meinung war wie sein Alpha. Erst wenn Marus Junge die Gefühle erwiderte, Jong liebte, musste er über absolut alles informiert werden. Ja, daran wird es liegen. Wir als Wölfe haben bei Menschen, wenn wir sie mögen, das Bedürfnis sie auch zu beschützen. Wir wollen es sowieso, wenn wir lieben, doch bei Menschen ist es noch stärker.
Der Nachtwolf wandelte sich und schmunzelte, auch er hatte das rote Gesicht bemerkt und den Blick nach unten. Er wusste, dass die enge Shorts alles nachzeichnete, aber immerhin war er so irgendwie bedeckt. Er lächelte Jong an, der die Frage nicht zurückhalten konnte. Mit einer leicht erhobenen Augenbraue sah er zum Alpha, der so lachen musste. Erst als die Frage an Takuya kam, schmunzelte er wieder und zwinkerte ihm freundlich zu. Jong aber spannte sich an, knurrte leise und versuchte wirklich sich zurückzuhalten und weder Maru anzufahren, noch Suko. Stattdessen zog er Takuya an sich und drückte ihn an seine Brust, damit er nichts mehr sehen musste. Also nachdem Tak den Alpha Wolf geschlagen hatte.

"Ich kann sie lehren die Kriegerform anzunehmen, vor allem sie zu kontrollieren. Ich selbst habe nicht so lange dafür gebraucht, was an meiner inneren Ruhe liegt. Aber ich freue mich schon darauf, es wird aber schwierig werden." Er sah Jong an, der tief durchatmete und dann nickte, aber Takuya weiterhin an sich drückte - so lange bis der Jüngere sich los machen würde.
Drinnen kam ihnen Nhan in Shirt und Jeans mit Turnschuhen entgegen und lächelte Maru an. Dann ging sein Blick zu den Menschen und Jong und nickte ihnen zu. Allerdings verzog er leicht sein Gesicht als er den Knall hörte und verschränkte die Arme vor der Brust. Sein Partner musste sich ja unbedingt so bemerkbar machen. Jong legte seinen Arm um Takuya, da dieser sich an ihn drängte und stöberte leicht mit der Nase an seinem Hals.

Suko hingegen sah zu Kota als dieser sich wandelte, lächelte leicht und konnte gar nicht anders als ihn immer irgendwie im Auge zu behalten. Seine Prägung kam schon kurz nach der Geburt Kotas zu Tage, doch verbarg er es. Es wollte den Jungen glücklich sehen, die Liebe irgendwann selbst erfahren und sich nicht verpflichtet fühlen. Er konnte es gut verbergen, sich beherrschen, doch seinem Alpha würde er es sagen. Alles was geschehen war erzählen und nichts zurückhalten.
Jong betrachtete den rein kommenden Wolf und die Wandlung, er mochte den Körper und verglich den eigenen sofort mit ihm. Immerhin war er als Wolf etwas größer. "Sehr gern.", erwiderte Suko auf den Dank und schmunzelte erneut. Er ging zu seiner eigenen Kleidung, ebenfalls eine Jeans und ein Shirt und zog es sich über. Er nahm aber auch Socken und dann Lederstiefel, band sich die Haare im Nacken zusammen und trat wieder zu den anderen, wobei er seine Hand liebevoll auf Kotas Schulter legte und sanft zudrückte.

Nhan antwortete auf die Frage: "Hier sind wir jetzt, mit dir und Jong, ein Dutzend. Der Rest deines Rudels ist verstreut, aber insgesamt sind wir genau 58 Werwölfe, die treu zu dir stehen." Der Grauhaarige lächelte und war stolz darauf, dass ihr Rudel nicht gerade klein war und sogar 18 Welpen hatten. Zwei erwachsene Wölfe auf einen Welpen, zumindest fast. Der Beta sah zu seinem Partner und meinte: "Zieh dir endlich was an." Er sagte es eigentlich nur, weil Marus Junge sich weg gedreht hatte und Jong schon wieder bei ihm war und über die Seite streichelte.
Yang hingegen sah sich interessiert um, man sah, dass es nur eine Notunterkunft war. Es gab einige Decken, Nahrung und Getränke, aber eher für Wölfe ausgelegt als für Menschen. Der Heilerwolf deutete auf eine Anhäufung von Decken und Kissen und bot den Menschen somit etwas zum Sitzen an. Er selbst würde sich, wie eigentlich immer, neben Kota setzen oder in seine Nähe.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am Fr 09 Dez 2016, 9:49 pm

Tak war sich nicht sicher, ob Jongs Nähe gerade wirklich das Beste für ihn war. Sein Geruch rief schon wieder intensive Erinnerungen in ihm wach, aber zum Glück kam nicht gleich wieder die Erregung hoch. Dann hatten sie endlich wieder ein Dach über den Köpfen, auch wenn das bebte und der Verursacher erneut dafür sorgte, dass Tak gar nicht länger hinsehen mochte. Das was er bisher an Werwölfen gesehen hatte, sah insgesamt wirklich heiß aus. Doch er schämte sich zu sehr für seine eigenen Empfindungen und wollte nicht, dass man ihm diese Scham und seine Jungfräulichkeit immer sofort ansah. Oder seine starrenden Blicke für Begehren hielt. Aber das was er tat, war sicherlich auch nicht viel besser. Er spürte den Blick des neuen Wolfes regelrecht in seinem Rücken brennen.

Kota hatte seine Wachsamkeit fallen lassen. Wenn Tetsuji da war, brauchte sich kein anderer Wolf mehr bemühen. Der Killerwolf hatte definitiv die schärfsten Augen und die besten Ohren. Einmal hatte Tets sogar behauptet, er könne die Insekten auf den Grashalmen gehen hören. Was Kota natürlich oberhammergeil fand, es aber nicht zugab. Da eiferte er lieber seinem Alpha-Dad nach und hielt sich für etwas besseres. Heimlich musterte er die Menschen, sah dann aber hoch zu Suko. Und er musste wirklich hochsehen. Er war wohl gerade das perfekte Standgebläse, aber natürlich dachte Kota an so etwas nicht. Obwohl er schon in dem Alter war, hatte er sich noch nicht paaren dürfen - das ging nur mit Erlaubnis des Alphas und es wurde eine regelrechte Zeremonie daraus gemacht. Doch da Maru so ewig lange weg gewesen war und der ehemalige Alpha sich überhaupt nicht dafür interessiert hatte, war es nie dazu gekommen. Denn Kota war - manchmal - brav und hielt sich an ihre Traditionen.
Maru nickte langsam. "Sie sollen verstreut bleiben. Ich mache mit meinen Menschen quasi.. so etwas wie Urlaub und kann mich nicht um das Rudel als ganzes kümmern." Er überlegte, ob er sich bessere Worte zurecht legen sollte, aber der Gedanke entglitt ihm. Argwöhnisch betrachtete er Nhan und Tetsuji, der nur feixte und sich dann doch anziehen ging. Forschend sah Maru Nhan in die Augen. Er hatte verdammt viel nachzuholen! Tets war ebenfalls in eine Jeans geschlüpft und hatte sich ein locker fallendes Tanktop über gezogen.

"Takuya und Taeyang gehören zum Rudel. Ich will dass ihr sie achtet und unterstützt." Maru sah nun insbesondere Kota und Tetsuji an. Sein Sohn rührte sich gar nicht, aber Tets rümpfte sofort die Nase. Kaum hatten die Menschen, Kota und Suko sich gesetzt, platzte es auch schon aus dem aufbrausenden Wolf heraus: "Da wirst du dich als Alpha schon beweisen müssen, bevor ich hier Menschen im Rudel akzeptiere!" Tets war schon immer aufmüpfig, aber nie untreu gewesen. Dennoch platzte Maru fast sofort der Kragen, denn ihm entgingen die Reaktionen von Takuya und Taeyang nicht. Mit wenigen Handgriffen hatte er sein Hemd geöffnet und abgestreift, zeigte seine eindeutige Alphamarkierung, doch Tetsuji hatte auch dafür nur ein "süß" übrig. Bevor der Killerwolf noch mehr Spott ablassen konnte, "zerriss" Marus Menschenkörper und machte sofort dem Wolfskrieger Platz. Jeden der eingreifen wollte, würde er einfach mit einer Prankenbewegung beiseite fegen. Tetsuji aber bekam, was er verdiente. Mit einem kräftigen Hieb schleuderte er den menschlichen Kopf zur Seite und hinterließ vier heftig blutende Kratzer auf Wange und Hals, schnitt ihm quasi den Mund ein Stück größer. Maru knurrte drohend, dann traf seine Macht auf Tetsuji, der sich ohne ein Winseln oder Jaulen auf die Knie begab und sich krümmte. Der zitternde Körper zeigte, dass er gehörige Schmerzen litt und sich dann natürlich Maru unterwarf. Die psychische Gewalt war um einiges schlimmer als die physische.

So schnell wie Marus Kriegerform hervor gebrochen war, zerstreute sie sich nun. Tatsächlich hatte auch er noch seine übrigen Klamotten an. "Ein einziges negatives Wort gegen die Menschen und ich reiße dir den Kopf ab!" Marus Drohung war ernst gemeint und jetzt wo er das Blut nicht mehr in seinen Ohren rauschen hörte, nahm er auch Tets hektischere Atemzüge wahr. "Heile ihn." Die Anweisung galt Suko und Maru setzte sich gelassen zwischen Kota und Yang.
Diesmal wirkte Takuya wirklich verschreckt und ohne es selbst zu bemerken, hatte er sich in Jongs Unterarm gekrallt. So kannte er Maru nun wirklich nicht und er war entsetzt über die rüden Verhaltensweisen. Der Alpha bemerkte die Gefühle des Zweitjüngsten, würde sich jedoch nicht entschuldigen. Stattdessen legte er den Kopf auf Yangs Schulter ab.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Sa 10 Dez 2016, 12:06 am

Zärtlich zauste er dem Jungen die Haare und lächelte ihn an, ehe er ihn sachte an seine Seite drückte und dabei noch mal über seinen Kopf streichelte. Er kam einfach nicht dagegen an ihn doch immer mal wieder auf diese harmlose Weise zu berühren. Allerdings wartete er darauf, dass Kota seine Sexualität entdeckte und würde sich für die Zeremonie anbieten, von sich aus sogar. Falls Kota seinem eigenen Geschlecht zugetan war, aber das hatte er noch nicht heraus gefunden, der Welpe zeigte es bisher nicht.

Nhan nickte und würde das an das Rudel weiter geben, so lange Maru sie nicht alle an einem Ort versammelte und sie zusammenrief. Im Laufe des Abends rechnete der Beta damit, dass die beiden Wölfe, die er zu Kuroi gesandt hatte, sich bei Maru melden würden. Oder bei ihm oder eher Kuroi bei Maru, falls dieser von dem Besuch noch nichts wusste.
Es wunderte den Grauhaarigen nicht, dass ihr Alpha die beiden Menschen ins Rudel aufgenommen hatte. Er fügte sich sofort, war sich aber noch nicht sicher, welchen Nutzen der menschliche Welpe haben würde. Den Krieger im älteren Menschen hatte er schon erkannt. Wütend wurde er jedoch erst, als sein Partner gegen die Menschen war und Marus Entscheidung so extrem und offensichtlich anzweifelte. "Tetsuji!!", knurrte er ihn böse an, doch es war zu spät. Taeyang wurde sauer und nahm die Hand seines Bruders in die eigene, drückte sie tröstend.

Nhan schloss für eine Sekunde die Augen, hielt den Atem an und sah dann dabei zu wie aus dem Maru-Menschen der Maru-Krieger wurde. Fest presste er die Lippen aufeinander, doch niemand griff ein und wollte es auch gar nicht. Jong verzog nur flüchtig die Lippen als Maru den anderen Werwolf gegen aufschlitzte und erst als ihr Alpha seine Macht einsetzte, sträubten sich ihm die Nackenhaare. Man sah sehr deutlich, dass dieser Tetsuji litt, aber Mitleid hatte Jong nicht. Auch Suko hatte kein Mitleid, diese Lektion war nötig und vor allem zeigte sie auch den anderen überdeutlich wie viel ihm die beiden Menschen bedeutete. Die Drohung würde sich jeder merken und auch weiter geben, die dann kam.

Jong behielt Takuya im Arm und streichelte ihm beruhigend und auch etwas tröstend über den Rücken, während er einfach nur da saß. Er war seltsam ruhig, bei einer Strafe vom Alpha hatte man sich nicht einzumischen und sie war berechtigt. Der Kerl hatte was gegen Takuya gesagt!!
Yangs Lippen hatten sich zu einem ganz flüchtigen Lächeln verzogen, nachdem er interessiert bei der Strafe zugesehen hatte. Brutalität hatte ihn noch nie abgeschreckt und er konnte und hatte sie selbst auch schon eingesetzt. Als Maru nun also wieder neben ihm saß und den Kopf auf seiner Schulter ablegte, tat er es ebenfalls. Nur, dass sein Kopf auf dem seines Partners lag, während er zu dem Hünen sah.

Suko erhob sich, zog sich aus und wandelte sich in den schwarzen Heilerwolf. Er ging zu Tetsuji, neigte seinen Kopf zu ihm runter und schon tauchte seine Zunge auf. Behutsam ließ er sie über die Kratzer gleiten und da durch seine Adern seit Generationen das Heilerblut floss, konnten die Neulinge dabei zusehen, wie sich die Wunden langsam schlossen. Es ging bei weitem nicht so schnell wie die Selbstheilung der Vampire und es blieben Narben zurück, doch es hörte auf zu bluten. Suko leckte über die Wunden so lange, bis sie sich fast geschlossen hatten und bemerkte die Wut, die in Nhan brodelte. Der Beta kochte und sah seinen Partner so zornig an, dass es dauern würde, bis er wieder mit ihm sprach. Suko hingegen legte sich zu Kota, machte sich ein bisschen länger, so dass er Takuya mit der Schnauze kurz anstupsen konnte.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am Sa 10 Dez 2016, 1:36 pm

Kota ließ die Zärtlichkeiten zu, genoss sie aber nur heimlich. Wie auch schon Maru in seiner Kindheit, war der Junge im Grunde immer viel zu ernst. Er kam nicht lachend angerannt und umarmte und knuddelte andere Welpen in seinem Alter und er tollte auch nicht übermäßig herum. Er hielt sich stets zurück und wenn er spielte, war es für ihn stets ein Kampftraining. Die anderen Welpen empfanden ihn schon als langweilig und "typisch Alpha-Gen". Da war jetzt niemand, den Kota explizit als Freund bezeichnet hätte. Das Rudel war seine Familie, da brauchte er keine ausgewählten Freunde. Dabei wusste er natürlich, dass er bald anfangen sollte, andere Wölfe um sich zu scharen. Doch er wusste auch, dass die Älteren noch Zweifel hatten, ob er wirklich ein zukünftiger Alpha war. Sukos Nähe störte ihn gar nicht. Er bemerkte nicht einmal wirklich, dass er von ihm bevorzugt wurde oder dass er gar ihn bevorzugte. Dabei ließ er andere Wölfe nur selten näher an sich ran. Nhan und Tetsuji bildeten da natürlich Ausnahmen, denn die beiden mochte er gerne und sie bildeten ihn aus. Kurz bevor Maru gegangen war, hatte er regelrecht darauf gebrannt, seine Sexualität und das alles kennen zu lernen, doch nachdem Maru immer länge fortgeblieben war, hatte er das scheinbar abgelegt.

Aufmerksam beobachtete Kota dann, wie Tetsuji wie so oft den Bogen überspannte. Während die älteren Wölfe das Verhalten kaum tolerierten und immer sauer wurden, konnte Kota das gut nachvollziehen. Kriegerwölfe waren eben so. Immer angespannt, immer aufmerksam, immer eine Spur zu aggressiv und sehr eigenständig. Es wunderte ihn viel mehr, dass Tetsuji immer noch im Rudel war und sich nicht längst auf eine einsame Reise begeben hatte. Natürlich war der Killerwolf für das Rudel unentbehrlich, denn von ihnen gab es nur wenige. Kota hatte seine Mimik gut unter Kontrolle, während er die Bestrafung verfolgte. Er nahm das einfach alles in sich auf, ohne sich großartig ein Urteil darüber zu bilden. Nicht einmal Suko konnte vollständig in ihm lesen und seine Zukunft änderte sich permanent oder war zu verschwommen, um mehr erahnen zu können.

Tetsuji muckte auf, weil er das schon immer getan hatte. Wie Kota richtig vermutete, lag ihm diese Haltung einfach im Blut. Er unterwarf sich nicht gerne und zweifelte generell an jeglichen Entscheidungen. Wie auch jeder andere Killerwolf war er nie beliebt im Rudel gewesen, sondern stets so etwas wie ein Einzelgänger und Außenseiter und doch hatte Tets es geschafft, sich einen Rang zu erobern und sich einen Namen zu machen. Die harte Hand bei seiner Erziehung war nötig gewesen und nur die vielen Zurechtweisungen hinderten ihn daran, den Verstand zu verlieren und übermächtig zu werden. All das lag in seinem Wesen, genauso wie Heilerwölfe stets eine innere Ruhe in sich trugen. In ihm tobte eben das Chaos. Die Schmerzen auszuhalten und sie nicht rauszuschreien, war fast unmöglich - aber eben nur fast. Tetsuji blieb auf allen vieren auf dem Boden kauern und kaum war die Strafe beendet, wandelte er sich sofort in seine eher kleine, unscheinbare Wolfsform. Doch das war nicht seine einzige Form, sondern hier einfach die praktischste. Er konnte fast so groß werden wie Suko, aber auch so klein werden wie Kota - so wie es die Situation eben erforderte. Tetsuji legte sich ab und ließ sich von Suko heilen und gab auch dabei noch immer keinen Mucks von sich. Dafür war jetzt deutlich zufriedener und Suko konnte spüren, wie sich das Chaos in ihm zerstreut hatte. Über die letzten Jahre hinweg war er kaum noch kontrollierbar gewesen, sobald es um irgendwelche Aufträge ging. Tets hatte nicht länger nur getötet, sondern regelrecht geschlachtet. In Nhans Nähe hatte er versucht sich zurückzuhalten, aber auch das war nicht immer gegangen. Der unscheinbare Killerwolf schloss die Augen und ließ die Heilung auf sich wirken.

Tak hatte unterdessen die Beine an den Leib gezogen und natürlich fragte er sich, ob das dauernd so brutal im Rudel ablief. Er hatte sich das Zusammenleben der Wölfe viel harmonischer vorgestellt. Dabei ahnte er natürlich nicht wirklich, in was für einer Anspannung die Wölfe die letzten Jahre zugebracht hatten. Da fand er es auch nur wenig beruhigend, dass Tetsuji nach einem Blick auf Nhan sich gar nicht erst in ihre Runde gesellte, sondern kaum hörbar ans andere Ende der Lagerhalle ging und es sich hinter einigen Kisten gemütlich machte. Nhans Zorn hatte er noch nie ertragen können, aber sein Rückzug wirkte nicht schmollend oder weinerlich. Er ging eben einfach dem Unangenehmen aus dem Weg und Nhan konnte weiter in seinem Zorn schmoren.
Tak sah unsicher zu Suko, der ihn sachte anstupste, aber diesmal unterdrückte er es, ihn zu streicheln.
Maru entspannte sich wieder, betrachtete Tak nur kurz und sah dann von seinem Sohn zu Nhan. "Was ist in meiner Abwesenheit geschehen? Nach meiner Verbannung habe ich nichts mehr mitbekommen. Wie kam es überhaupt dazu?"

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Sa 10 Dez 2016, 10:56 pm

Es war von jeher schwierig mit Killerwölfen, besonders wenn sie dazu erzogen und trainiert wurden. Leichter war es bei den Werwölfen, die nur auf Befehl töteten und ansonsten eher friedlich waren, wie bei Jong. Ihm konnte man befehlen zu töten, doch er musste einen Sinn darin sehen, bei den Killerwölfen war es anders. Nhan hatte sich deswegen auch schon Sorgen um Tetsujis Seele und seinen Verstand gemacht. Es herrschte nicht nur Chaos in ihm, der Wahnsinn lauerte auch schon in seinem Inneren und Nhan wusste es.
Dafür war es - selbst für Suko - sehr beeindruckend wie er Schmerzen aushalten konnte ohne mit Lauten zu verraten, dass er sie hatte. Suko schaffte es, in dem er seine Seele vom Körper trennte, doch Tetsuji hatte diese Möglichkeit nicht. Faszinierend, vor allem für Jong, war es, dass Killerwölfe ihre Größe ändern konnten. Scheinbar ganz nach belieben und wie sie es für einen Auftrag oder in einer Situation brauchten. So auch jetzt, Tetsuji nahm eine normale Wolfsgröße an, die er sicher nicht gehabt hatte als er auf dem Dach des Lagerhauses gelandet war.

Suko wandelte sich auch, denn als Mensch konnte er einen zwar ablecken, aber es heilte nicht. Er kümmerte sich um die Wunden des helleren Wolfes und sie schlossen sich zusehends. Taeyang war verblüfft und wäre fast näher gegangen, nur um es besser sehen zu können. Obwohl Nhan wütend auf seinen Partner war, war er doch auch froh darüber, dass die Wunden bald nicht mehr zu sehen waren. Dennoch, so hätte Tetsuji einfach nicht reagieren dürfen und deshalb war er noch immer wütend, auch als Tetsuji wieder aufstand und sich zurückzog.

Der Heilerwolf bewegte sich ebenfalls, legte sich aber neben Kota und leckte sich kurz die Schnauze, ehe er Takuya sanft anstupste, nur um dann seinen riesigen Schädel gegen Marus Ältesten zu reiben. Er leckte ihn aber nicht ab, schließlich hatte er noch den Geschmack von Blut auf der Zunge. Suko sah zu Nhan als dieser gefragt wurde was alles in Marus Abwesenheit geschehen war und wie es zu seiner Verbannung gekommen war.
"Es ist viel passiert, sehr viel und erst nach dem Ableben deines Vaters ist uns Gutes widerfahren. Bis auf Kotas Jagd, die war ein voller Erfolg." Der Grauhaarige lächelte und fragte bei den Menschen nach ob es okay war, wenn Suko ihnen allen diese Jagd zeigen würde und erklärte auch, was bei ihnen geschehen würde. "Gerne!", kam es sofort von Yang und aufmerksam sah er zu dem Nachtwolf rüber, wenig später schloss er seine Augen und schon lief eine Art Film ab. Da sie nicht miteinander verbunden waren, nahm er die Gefühle nicht wahr. Suko war bei der ersten Jagd dabei, die Kota geleitet hatte und dementsprechend kamen seine Gefühle bei Maru und Jong an, die er dabei empfunden hatte. Allerdings war neben Stolz, Jagdaufregung Triumph über ihre Beute, noch etwas anderes dabei. Aber das unterdrückte er, weil Jong dabei war.

Danach begann Nhan wieder zu erzählen: "Dein Vater wurde immer verrückter, er fing an dich zu beleidigen, zu verdammen, dir Fehler anzukreiden, die er begangen hatte. Er vernachlässigte das Rudel, sorgte sich nur um sein eigenes Wohl und zwang einige Fähen sich mit ihm zu vereinen. Weil er Suko nicht gestattete sich um fieberkranke Alte zu kümmern, sind sie eingegangen. Es war auch Zuzu dabei..." Zuzu war die Älteste unter ihnen gewesen, die sich früher auch manchmal um Maru gekümmert hatte oder auch um Suko und Nhan, sprich die Elite des Rudels. Es gab noch einen Angriff von einem anderen Rudel, welchen sie hatten abwehren können und sogar noch etwas mehr Gebiet gewonnen hatten. "Es gab ein paar Prägungen, zwischen blablubb und xyz. Blabbel ist wegen seiner Prägung aus dem Rudel ausgestiegen und streift mit seiner Liebsten allein durch den Wald, sie wollen weiter im Norden ein Rudel gründen. Auch ich habe mich geprägt, auf Tetsuji und ihm erging es wenig später genauso." Jetzt lächelte Nhan, auch wenn das alles viel schwieriger gemacht hatte.

Er erzählte noch ein paar Geschehnisse, die deutlich machten, wie verrückt und brutal der vorherige Alpha gewesen war. Dann kam er zu dem Tag, an dem es eskalierte und die Wölfe, die treu zu Maru standen fast einen Aufstand angezettelt hätten. "Er hat auch mich völlig zur Weißglut gebracht, doch musste ich mich als Beta zurückhalten. Allerdings ist jemand anderer explodiert und hat dich in deinem Namen verteidigt. Suko hat gegen deinen Vater gesprochen, sich ihm widersetzt und einem Alpha-Befehl nicht gehorcht, denn er sollte dir nachjagen und wie einen Verräter bestrafen. Denn genau das hatte er dir vorgeworfen. Suko weigerte sich und wurde als Mensch bestraft. Scheinbar war dein Vater in dem Moment klar bei Verstand, denn mit dieser Strafe verletzte er auch seine Seele. Wie du weißt und auch fast alle anderen, hat sich Suko schon lange eigene Welpen gewünscht und die stehen ihm als Heilerwolf auch zu. Aber das ist jetzt nicht mehr möglich. Bei Bewusstsein wurde ihm der Samenleiter durchgeschnitten." Suko selbst lag weiterhin neben Kota und hatte den Kopf auf seine Pfoten gelegt, wobei der Junge sich an seine Seite und in sein Fell gekuschelt hatte. Die silbernen Augen sahen ruhig zu Maru, aber die Trauer darin war zwar nur kurz zu sehen, doch Jong bekam deshalb eine Gänsehaut.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am So 11 Dez 2016, 12:25 am

Bei der Frage sah Tak unsicher von seinem Bruder zu Maru und erst als der Alpha beruhigend lächelte, nickte er. Es war ihm ein Rätsel, wie schnell sich Taeyang auf all das einstellen und umstellen konnte und wie schwer es ihm selbst fiel. Dass da einfach nur die Angst, Maru und Jong zu verlieren dahinter steckte, konnte er noch nicht wissen. Takuya schloss die Augen und das was er da sah war... überwältigend und irgendwie auch verstörend.
Maru war selbst voller Stolz, als er seinen Sohn aus Sukos Sicht jagen sah. Aber da mischte sich auch ein wenig Traurigkeit ein, weil er es nicht miterlebt hatte. Außerdem spürte er, dass der große Wolf etwas zurückhielt und sah ihn forschend deswegen an. Schließlich bekam Nhan wieder seine volle Aufmerksamkeit und eine gewisse Trauer zeigte sich in Marus Blick. Natürlich war er jetzt erst recht frustriert und er konnte nur immer wieder den Kopf schütteln.
Das einzig positive schienen neben der Jagd die Prägungen zu sein. Ein wenig erstaunt musterte er Nhan und lächelte dann. Tetsuji war ein schweres Los, eben weil der Umgang mit ihm nicht immer einfach war. Dennoch freute ihn diese gute Nachricht und das machte es auch erträglicher, die anderen Geschehnisse zu hören. Mit einem Seitenblick auf Tak erkannte er dessen Traurigkeit über all das Vergangene und am liebsten hätte er ihm eine Berührung geschenkt. Doch leider funktionierte das nur bei anderen Wölfen, so dass er nichts anderes tun konnte, außer eine bessere Gelegenheit abzuwarten.

Erst als es um Suko ging, mischte sich wieder Zorn in seine Aura. "Warum hast du dich nicht gegen die Bestrafung gewehrt? Dir hätte klar sein müssen, dass er bei dem geringsten Aufmucken die Strafen wählt, die am schwersten zu ertragen sind!" Der Alpha tadelte Suko und der Verlauf der Dinge gefiel ihm überhaupt nicht. Schon immer hatte er den Heilerwolf in einem eigenen kleinen Welpenrudel sehen wollen. Er seufzte schwer, rührte sich aber nicht vom Fleck. Jetzt wo Kota so halb auf dem Wolf lag, wollte er keinen der beiden streicheln.
"Ich habe auch schlechte Neuigkeiten. 2 Vampire haben einen Narren an mir gefressen und bedrohen sogar meine Menschen." Diese Worte riefen Tetsuji auf den Plan, der erst nur um die Ecke lugte und dann wieder herangetrottet kam. Dabei wuchs er gehörig und hatte beinahe Sukos Ausmaße angenommen. Zeig mir wo sie sind und ich werde sie zerfetzen!! Tets Gedanken hallten in den Köpfen der anderen Wölfe wieder und man konnte die Ungeduld, die Blutgier spüren. Maru musste unwillkürlich lächeln und klopfte die Schulter des Killerwolfs. "Du kannst sie nicht zerfleischen. Sie sind Ur-Vampire." Der Alpha sah seinen Killerwolf an, der ein düsteres Knurren ausstieß, sich wandelte nackt zu ihnen setzte. Er dachte gar nicht daran, sich etwas anzuziehen, weil diese Nacktheit für ihn vollkommen normal war. Tak wurde abermals rot, sagte diesmal aber nichts und betrachtete den anderen möglichst unauffällig. Gerade die Narben machten ihn so interessant.
"Wie bist du an Ur-Vampire geraten? Und wieso lebst du noch?" Tetsuji runzelte die Stirn und Maru schickte ihnen allen die Bilderflut vom Wolfsreservat, wie Jong und er sich noch spinnefeind gewesen waren und wie dann einer der Toten kam um ihn zu holen. Er zeigte auch, was ihm im Schloss widerfahren war und auch wie sein zweiter Besuch dort verlaufen war. "Vielleicht war es... Glück?"

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am So 11 Dez 2016, 1:43 pm

Suko erwiderte den Blick seines Alphas und versprach ihm mit einer sanften Berührung, dass er sich ihm später offenbaren würde. Auch wenn Jong der zweite Beta war und die Menschen zum Rudel gehörten, so wollte er es Maru zunächst als Erstem sagen, dass er sich auf seinen Ältesten geprägt hatte. Erst danach würde ihr Alpha entscheiden, ob Suko es zeigen sollte oder nicht. Warten bis Kota älter war. Es war auch fraglich, ob die Menschen es verstehen würden, dass ein Werwolf sich sogar auf ein Baby prägen konnte und ob sie das nicht missverstanden und ob sie Kota wegen seinem Aussehen für ein richtiges Kind hielten. Dabei war er als Wolf schon so viel älter.

Tatsächlich waren nur die Jagd und die Prägungen etwas Gutes gewesen. Nhan jedoch erwiderte das Lächeln ihres Alphas und musste dann weiter berichten. Jong wurde ebenfalls traurig und spürte die Trauer von Takuya, den er einfach mit beiden Armen umschloss und kuschelte, sein Kinn auf dessen Schulter ablegte, da er sich hinter ihn gemogelt hatte. So konnte er ihn einfach viel besser anschmusen und Jong war ja schon sehr kuschelbedürftig, allerdings wollte er Tak jetzt nur trösten und lieb haben.

Suko neigte seinen Kopf auf die Seite, dann wandelte er sich doch noch zurück, damit er so antworten konnte. Nur wenige Sekunden später saß er in seiner Shorts neben Kota und hatte einen Arm um ihn gelegt. Sachte streichelte er ihm über die Haare, während er antwortete: "Ich habe gegen den direkten Befehl des Alphas gehandelt. Du weißt, dass das die wenigstens von uns können und es deshalb eine umso schwerwiegendere Handlung ist. Mir war es klar, dass mich die Strafe verletzen würde. Aber wie hätte ich den Befehl ausführen können? Hätte ich mich gewehrt, hätte dein Vater mich getötet. Ich aber wollte dich wiedersehen und dich zurückholen. Und etwas Gutes kam dabei ja heraus: Nhan hat deine Getreuen um sich geschaart und wir haben deinen Vater gestürzt." Suko lächelte und musste sich beherrschen, dass er Kota nicht einfach einen Kuss auf seinen flaumigen Schopf gab.

Was dann jedoch von Maru kam war beunruhigend, so war es auch kein Wunder, dass Tetsuji wieder da war und wissen wollte wo die beiden Vampire hausten. Yang starrte den Wolf an, der jetzt so gigantisch groß geworden war und Jong schmollte ein bisschen. Dabei wusste er ja, wie sich Killerwölfe verändern konnten. Nhan lächelte, wenn es darauf an kam das Rudel und Maru zu schützen, dann konnte man sich auf ihn verlassen, musste die Befehle aber sehr präzise von sich geben.
Interessiert sah er zu Maru, natürlich wollte auch er wissen wie diese Begegnung gekommen war und warum Maru noch lebte. Suko sah zu und nickte leicht. "Der Jüngere der Vampire hat eine Art Beziehung zu dir aufgebaut. Er hasst Unsereins nicht und scheint dich zu mögen. Es ist sehr seltsam und wir müssen deshalb umso vorsichtiger bei den beiden sein. So gut er es vielleicht auch meint, sein Bruder tut dies nicht. Wir können uns auf den Hass einstellen, wir kennen es nicht anders. Aber der andere ist unberechenbar in seiner seltsamen Art. Er ist nicht wie andere Vampire. Kannst du uns die beiden Gerüche übermitteln? Damit wir vor allem dich und deinen Jungen warnen können, sobald wir sie wittern."

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am So 11 Dez 2016, 4:00 pm

Tak war noch ein klein wenig überfordert, diesmal aber vor allem weil Jong ihn so kuschelte. So kannte er ihn ja eigentlich gar nicht, da war oft schon ein unbedachtes Streicheln zu viel gewesen. Und jetzt schien der Ältere irgendwie an ihm zu... hängen. Einen richtigen Reim konnte Takuya sich nicht darauf machen, vermutete aber, dass es mit ihrem Flug hier her zusammenhing. Das Kuscheln gefiel ihm und so lehnte er sich nach und nach vermehrt an Jong und begann sogar irgendwann ganz leise zu schnurren.
Kota hatte sich nicht schnell aufgerichtet, weshalb er während Sukos Wandlung noch mehr zur Seite kippte. Er räusperte sich leise und setzte sich wieder gerade hin. Für einen Moment wollte er sich an seinen Alpha schmiegen, aber da war schon Sukos Arm und er konnte sich nicht mehr zu seinem Vater neigen. Hätte Suko ihn nicht schon immer so berührt, hätte er ihm sicher einen argwöhnischen Blick zugeworfen.

Maru war sich sicher, dass Suko durchaus gegen seinen Vater hätte gewinnen können. So agil war der nämlich schon lange nicht mehr gewesen. Aber das hätte auch einen Rudelkampf nach sich rufen können, weswegen Maru schwieg und einfach nur nickte. Er war dem Heilerwolf überaus dankbar, dass er ihn auch in seiner Abwesenheit geschützt hatte. Aber bevor sie plauschen konnten, gab es noch mehr wichtige Dinge, die er mitzuteilen hatte.
Diesmal drängte Tak sich noch mehr an Jong, denn jetzt alles vor sich zu sehen war noch viel schlimmer als das, was er sich ausgemalt hatte. Der Drang sich auf Maru zu stürzen und ihn umzukuscheln war schon übermächtig. Doch er wollte nicht so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen, weshalb Jong seine Kuschelwut zu spüren bekam.

Maru tat, worum Suko ihn bat und auch Kota kannte jetzt die Gerüche der Toten. "Wenn die Zeit hier vorbei ist, will ich dich, Nhan und Tetsuji in der Nähe des Hauses wissen. Du kehrst zurück ins Pack, Kota." Der Blick des Alphas traf seinen Sohn und er sah schon, wie dieser protestieren wollte, dann aber nur die Lippen verzog. Mit knappen Worten erklärte er, dass er vorhatte, das Haus zu sichern und zugleich ein neueres, größeres Anwesen beschaffen wollte. Wo mehr von ihnen leben konnten. Aber die Vampire waren gerade nicht die einzige Gefahr. "In dem Wald dort treibt sich noch ein Rudel rum. Ich will, dass wir es auslöschen." Jetzt sah er zu Tetsuji, der kerzengerade da saß und natürlich sofort bereit war. Auch hier übermittelte Maru an alle den Kampf und wie Kuroi zu ihnen übergewechselt war.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am So 11 Dez 2016, 9:38 pm

Am liebsten hätte Jong den Blauäugigen nie wieder los gelassen und hielt ihn deshalb auch umschlungen. Er sog seinen Duft ein, teilte seine Körperwärme mit ihm und als sein Kinn auf der Schulter des Jüngeren lag, schmiegte er - nachdem dieser sich an ihn lehnte - ihre Wangen aneinander. "Ich liebe dein Schnurren...", raunte er ihm ins Ohr und wollte ihn so ein wenig von den traurigen Erzählungen kurzfristig ablenken.
Wie immer hielt Suko sich sehr zurück, vor allem als er sah wie Takuya und Jong kuschelten. Und doch konnte er es nicht immer sein lassen, so auch jetzt, denn er legte einen Arm um Kota. Er spürte aber für einen Moment den flüchtigen Gegendruck an seinem Arm und wartete noch ein paar Augenblicke. Erst als er ihrem Alpha geantwortet hatte, nahm er ihn wieder runter und legte die Arme locker auf seinen Oberschenkeln ab, so dass die Hände in Richtung Schoß gingen, da er im Schneidersitz saß.

Als Takuya sich gegen ihn drängte, hielt Jong ihn noch etwas fester umschlungen, würde aber sofort locker lassen bzw. los, sollte der Jüngere es wollen oder auch nur mit Muskelzucken andeuten. Aber ihm gefiel es unglaublich gut, dass Tak mit ihm kuschelte.
Suko runzelte die Stirn als sie die Gerüche der Vampire übermittelt bekamen und auch Nhan tat dies. Es roch noch Tod, nach Vampiren und doch war da noch etwas Uraltes dabei. Es gefiel beiden absolut nicht. Sobald Maru ihre Namen erwähnte, nickten die beiden Wölfe zustimmend. Suko hörte zu und meinte: "Ich werde alles vorbereiten." Natürlich würde er das Haus sichern und auch das neue Anwesen dann. Er lächelte als ihr Alpha meinte, dass im neuen Anwesen mehr von ihnen leben könnten.

Diesmal war es Nhan, der etwas sagte: "Ich werde die Krieger zusammen rufen, dann werden wir das Rudel aufsuchen." Der Grauhaarige hatte eine Art Glitzern in den Augen, nachdem Maru ihnen das Rudel gezeigt hatte, den Kampf und Kurois Überlaufen. Das fremde Rudel würde dafür büßen, sie hatten ihrem Alpha sehr zugesetzt. Suko wollte ebenfalls Rache, aber bei ihm gab es kein Glitzern, kein Lächeln. Dafür flackerte seine Ruhe für einen Moment. "Wann werdet ihr wieder gehen müssen?", fragte er nach und ihm machte es zu schaffen, dass er - wenn er in Seoul war das Haus sichern - länger von Kota getrennt sein würde.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am So 11 Dez 2016, 10:20 pm

Bei dem Raunen bekam Tak eine Gänsehaut und lehnte sich noch mehr an Jong. Natürlich war er jetzt aus dem Konzept denn willentlich schnurrte er eigentlich nicht. Es brach meist einfach so aus ihm hervor.
Auch Kota hatte das Schnurren gehört und beäugte die beiden. Es gefiel ihm nicht, was einfach nur daran lag, dass Takuya ein Mensch und Jong ein Wolf war. Und dazu noch Marus neu erwählter Beta. Da war ihm Nhan allemal lieber, denn der blieb wenigstens beim eigenen Rudel. Als Suko den Arm wegnahm, wirkte er doch etwas irritiert. Aber nur kurz, dann rückte er beiseite und schmiegte sich an Maru. Er hatte ihn unglaublich vermisst und all die Anspannung wich von ihm ab, als sein Vater den Arm um ihn legte.

Maru nickte zu den beiden wichtigsten Wölfen seines bisherigen Rudels. "Gib den Wölfen bei Kuro bescheid. Sie sollen aufpassen, aber nichts riskieren." Wenn, dann würden sie als Rudel angreifen! Maru würde mitkommen und mitkämpfen, wenn es um das andere Rudel ging. Er sah fragend zu Jong und Tak, denn Sukos Frage konnte er nicht einfach so beantworten. "Hmm.. Eine Woche? Oder zwei?" Tak hob unsicher die Schultern. Darüber hatte er sich gar keine richtigen Gedanken gemacht. Denken war jetzt sowieso nicht seins und als es noch um Rudelinterne Dinge ging, schaltete er einfach ab und genoss das Kuscheln mit Jong. Irgendwann drehte er sogar seinen Kopf und streifte mit den Lippen leicht über Jongs Wange und weiter zu dessen Lippen hin.
Tetsuji und Nhan zogen sich irgendwann etwas zurück und besprachen, wen sie alles an Kriegern mitnehmen wollten. Besonders viele mussten es nicht sein, aber das andere Rudel schien gut organisiert gewesen zu sein, so wie sie Maru zugesetzt hatten. Kota war an Marus Seite eingeschlafen, wobei seine Beine Suko berührten. Also genau die richtige Zeit, in der Maru zu Suko sah. Du hast mir doch hoffentlich nur etwas Gutes verheimlicht?

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Mo 12 Dez 2016, 10:19 am

Jong gluckste kurz, weil Takuya jetzt nicht mehr schnurrte. Dafür stöberte er mit seiner Nase an seinem Hals entlang. Er konnte sich gar nicht ‚satt riechen‘ an seinem Jungen – klar war Takuya jetzt SEIN Junge und nicht mehr nur Marus. Doch irgendwas spürte er und als er zu Kota sah, bemerkte er, dass dieser zu ihnen sah. Prompt lächelte Jong ihn an, schließlich mochte er ihn schon.

Nhan nickte und würde ein paar Minuten später die Informationen zu den Vampiren und deren Gerüche weiter an die Werwölfe geben, die bei Kuroi und Pyo waren. Dort war bisher alles ruhig geblieben und der schwarze Wildwolf relativ fügsam.
Yang runzelte die Stirn als es um den Kampf gegen das andere Rudel ging. Er sah zu seinem Geliebten als er sprach: „Du sagtest wir gehören zum Rudel dazu. Ich werde mit euch kämpfen, mit einer Klinge als Ersatz für Zähne und Klauen.“ Der Ex Marine bemerkte die erstaunten Blicke der Werwölfe und hob eine Augenbraue an. „Ich bin gut ausbildet worden, ich kann mit kämpfen.“ Nhan schnaubte nur und sofort verengte Yang die Augen.

Suko nickte leicht, ein oder zwei Wochen würde er überstehen. Jong bemerkte, nach Takuyas Schulterzucken: „Es liegt an dem Glatzkopf, wie lange er Mike bei sich behält.“ Der Nachtwolf brummte kurz, es konnte also noch etwas länger dauern.
Eine leichte Gänsehaut erfasste Jong und das nur, weil die Lippen seines Takuyas über seine Wange streiften. Als diese sich seinen Lippen näherten, bewegte er seinen Kopf und kam ihm so mit entgegen. Natürlich wollte er so einen Kuss erlangen und sollte es klappen, würde Jong diese Berührung zu einem langen zärtlichen Kuss ausdehnen.

Der Hüne saß ruhig im Schneidersitz auf den Decken und sah kurz ihrem Beta und ihrem Killer nach, wobei er flüchtig lächelte. Dann fiel sein Blick auf den schlafenden Kota und sein Herz erwärmte sich sofort bei dem schönen Bild von Vater und Sohn. Als ihn die gedankliche Frage erreichte, hob er den Blick und sah seinen Alpha an. Ich kann dir nicht sagen ob es etwas Gutes ist. Es kommt darauf an wie du es siehst. Mein Geheimnis gibt viel zu bedenken und für dich zu entscheiden.

Suko unterdrückte ein Seufzen, dann sah er doch wieder zu Kota runter und sein Blick sprach von der Liebe, die er empfand. Kurz nach der Geburt von deinem Ältesten habe ich mich auf ihn geprägt. Nachdem ich ihn das erste Mal selbst hielt. Niemand weiß davon, erst Recht nicht dein Sohn. Ich wollte es zuerst dir sagen, allein. Wenn Maru es für richtig hielt, würde er sogar das Rudel verlassen, allein.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am Mo 12 Dez 2016, 10:47 am

Kota erwiderte das Lächeln nicht und sah nach einem Moment wieder weg. Wie konnte der nur so an einem Menschen schnüffeln?! Es war ihm ein Rätsel. Dann sah er überrascht zu dem anderen Menschen, der mitkämpfen wollte. Das Lachen konnte er nur mühsam unterdrücken.
Maru hingegen blieb völlig ernst und schüttelte den Kopf. "Nein! Du hast noch nie gesehen, wie ein Rudel miteinander und gegen andere agiert." Mit den Worten zweifelte er nicht an Yangs Können, sondern machte lediglich darauf aufmerksam, dass der Ex-Soldat noch keine Erfahrungen mit Wölfen hatte. Tetsuji schnaubte ebenfalls und hätte gerne seinen Senf dazu gegeben, aber diesmal hielt er sich zurück. In seinen Augen würde der Mensch ihnen nur im Weg rumstehen und sie behindern. Maru legte eine Hand auf Yangs Knie und sah ihm ruhig aber bestimmt in die Augen. Er würde ihn auf keinen Fall mitgehen lassen.

Tak hatte nichts anderes als einen Kuss gewollt. Er musste sich ablenken, denn allein bei dem Gedanken daran, wie Tae vielleicht doch mit den Wölfen rannte und kämpfte, wurde ihm schon schlecht. Der süße Kuss aber rief ein leichtes Kribbeln hervor und eine angenehme Wärme machte sich in ihm breit.
Maru betrachtete Suko abwartend und behielt seinen Arm um Kota gelegt. Er konnte die tiefen, entspannten Atemzüge hören und versuchte sich möglichst nicht zu rühren, damit sein Sohn weiter schlafen konnte. Als Suko es ihm gestand, wirkte Maru mehr als nur erstaunt. An seiner Haltung änderte sich nichts, auch wenn er den Wunsch verspürte, Kota schützend hinter sich zu ziehen. Immerhin gewann sein Verstand schnell die Oberhand und er schwieg immer noch für einen Moment, bis er das einigermaßen verarbeitet hatte. Nun... Eigentlich bist du das Beste, was meinem Sohn passieren kann. Aber letzten Endes ist es seine Entscheidung, ob er dich als Gefährten nimmt oder nicht. Und ich bin noch nicht bereit, ihn so schnell aus der Hand zu geben. Was nur verständlich war, denn Maru hatte da noch ein paar Jahre nachzuholen. Jedenfalls war er nicht sauer oder entsetzt. Wie könnte er auch? Schließlich hatte er sich auf einen Menschen geprägt.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Suko am Mo 12 Dez 2016, 12:59 pm

Yang knirschte mit den Zähnen, zählte bis drei und bewegte sonst nichts, außer seinen Augen, weil er den Blick von Maru erwiderte. „Dann lass mich zusehen, damit ich es weiß und mich darauf einstellen kann.“ Er blieb ruhig, doch das Schnauben der beiden Wölfe regte ihn auf und machte ihn wütend. Mochte ja sein, dass er nur ein Mensch war, trotzdem brauchten sie nicht so überheblich sein. Dann hörte er Nhan einen Vorschlag machen: „Am besten trainierst du erst einmal mit uns in unserer Wolfsform.“ Womit er auf Suko und sich deutete. Tetsuji würde er auf den Menschen, selbst wenn es nur Training war, nicht los lassen. Das war wirklich zu gefährlich. Yang nickte jedoch nur. Aber er schwor sich, dass er irgendwann mitten unter den Wölfen und mit ihnen kämpfen würde!

Jong betrachtete den Bruder von Tak kurz, nickte ihm aber zu, er half gern mit beim Training. Doch schon lag seine Aufmerksamkeit wieder allein und alles um sich herum ausblendend auf seinem Jungen. Nach ihrem Kuss wollte er gleich einen nächsten und behielt ihn dabei mit seinen Armen umschlungen, während seine Fingerspitzen über den schön flachen Bauch des Jüngeren streichelten.

Suko wollte nicht vorher schon wissen was Maru fühlte, weshalb er eine Empathie abschaltete und ihn einfach nur abwartend und doch ein bisschen forschend ansah. Er hätte seinem Alpha auch noch mehr Zeit gelassen diese Neuigkeit zu verarbeiten, doch das schien nicht nötig zu sein. Der Nachtwolf entspannte sich und merkte erst dadurch, dass er seine Schulterpartie überhaupt erst angespannt hatte.
So sehe ich das auch, dass es Kotas Entscheidung ist. Ich möchte ihn da nicht beeinflussen, denn ich möchte ihn glücklich wissen. Wirklich glücklich und in seiner Entscheidung völlig frei, wen er sich irgendwann von einem Geschlecht erwählen wird. Er steht sehr hoch in der Rangordnung, schon jetzt. Ich werde ihm meine Prägung nicht zeigen, er soll frei sein. Allerdings wirst du noch seine traditionelle Nacht festlegen und verkünden müssen. Er war schon so weit, kurz nachdem du fort gegangen bist und hat darauf hin gefiebert. Inzwischen ist es ‚eingeschlafen‘, aber natürlich nicht vergessen.
Suko lächelte und würde sich in dieser Nacht vom Rudel fernhalten, denn wenn Kota von einer Frau oder einem Mann in die Geheimnisse der körperlichen Vereinigung eingeweiht wurde, würde er nichts mehr geheim halten können. Nicht, wenn er ihn hören und riechen konnte.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am Mo 12 Dez 2016, 1:26 pm

Erneut schüttelte Maru mit dem Kopf. Er würde Yang auch nicht zusehen lassen. Die Gefahr war einfach zu groß und er ahnte, dass der Ex-Soldat nicht einfach nur ruhig rumstehen würde, sollte er als Wolf schwer verletzt werden. Nhans Vorschlag war ein Geschenk der Götter und diesmal nickte er bestätigend. "Das ist eine gute Idee. Dann kann auch Takuya dabei zusehen und wird nicht ausgeschlossen."
Tak sah ihm gleichen Moment auf wie Jong. "Wehe ihr schließt mich von irgendwas aus! Ich kann vielleicht nicht kämpfen, aber ich bin gut darin, Wunden zu versorgen." Was er ja schon oft genug bewiesen hatte. Von Maru erntete er ein mildes Lächeln und er bemerkte, wie der Alpha nun zu Taeyang sah. Hatte er irgendwas verpasst oder war das so ein typischer "Siehst du?"-Blick? Nun, er widmete sich lieber Jongs Küssen, schob aber nach einem kleinen Moment seine Hand weg und löste sich von ihm. Jetzt hatte er definitiv von beidem genug. ...Hatte er natürlich nicht, aber bevor seine Gefühle wieder verrückt spielten, gönnte er sich lieber eine Pause und sah sich ein wenig um. Dabei konnte er sehen, wie Tetsuji eine Hand auf Nhans Oberarm gelegt hatte und ihn zu einem Kuss heranziehen wollte.

Dann willst du also abwarten und sämtliche Chancen ungenutzt verstreichen lassen? Ich denke nicht, dass er es gut findet, wenn du ihn weiterhin anlügst bzw. es ihm verschweigst. Er hat ein Recht darauf, von deiner Prägung zu erfahren. Früher oder später wirst du dich dem Einfluss der Prägung ohnehin nicht entziehen können. Und was ist, wenn er sich bis dahin einen anderen gesucht hat? Willst du weitere Jahrzehnte oder Jahrhunderte zusehen, wie er ein Leben abseits von dir führt? Suko, er ist von meinem Blut. Die Nachricht wird ihn schon nicht in Schockstarre verfallen lassen. Nicht so wie vielleicht Takuya. Das leise Schmatzen der Küsse von ihm und Jong hatte bereits aufgehört, aber Maru sah weiterhin zu Suko und irgendwann runter auf seinen Sohn. Hat mein Vater ihn da auch nicht eingeführt? Der Alpha zog verärgert die Augenbrauen zusammen, strich aber sachte über Kotas Haarschopf. Sein Junge war jetzt schon viel zu ernst und angespannt. Sobald das Rudel wieder einigermaßen vereint ist, wird er seine Nacht bekommen.

Kota regte sich wieder, wobei er ein wenig brummelte und sich auf den Rücken drehte. Maru schmunzelte und strich seinem Sohn über Brust und Bauch, als wäre der Junge in seiner Wolfsform. "Hmm.. Wie weit ist Kota schon in seinem Training?" Seine Frage war an Nhan gerichtet, denn vielleicht, ganz vielleicht, würde er Kota doch mitkommen lassen.

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Maru
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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Nhan am Mo 12 Dez 2016, 9:23 pm

Selbstverständlich würde Yang ein- bzw. angreifen, sollte Maru in Lebensgefahr sein. Wie hätte er das auch nicht, selbst Takuya hätte Maru dann helfen wollen und er als Marine - er sah sich immer noch als einer - erst recht. Er schwieg jedoch als Maru wegen dem Training nicht nur zustimmte, sondern scheinbar begeistert war. Natürlich war es wichtig, damit er wusste wie die Wölfe kämpften. Er sah zu Takuya und lächelte dann leicht. "Es wäre sicherlich gut, wenn du noch mehr darüber erfährst, was für Möglichkeiten du hast um ein wandelnder Erste Hilfe Kasten zu werden." Sanft war sein Tonfall, während er seinen kleinen Bruder ansah, nachdem er mit Maru einen Blick gewechselt hatte.
Jong brummte total enttäuscht, weil Takuya seine Hände weg schon und ließ seine Arme einfach runter fallen, so dass sie auf seinen eigenen Oberschenkeln zu liegen kamen. Er folgte dem Blick des Jüngsten und neigte seinen Kopf auf die Seite, weil er den Kuss zwischen Killer und Beta beobachten konnte. Irgendwie war es seltsam, aber er hatte keine Ahnung warum.

Ich will ihm die Möglichkeit geben zu leben und sich selbst zu finden und alles Mögliche auszuprobieren. Er wird von meiner Prägung erfahren, selbstverständlich. Gerade weil er von deinem Blut ist, auch du hast ein extremes Pflichtgefühl dem Rudel gegenüber. Du hast schon immer gewollt, dass es uns gut geht und alles dafür getan. Ich bezweifel, dass Kota wegen mir seine Träume aufgeben würde. Allerdings glaube ich daran, dass er es sich einiges überlegen würde, wenn er es jetzt schon weiß ohne sich ausgetobt zu haben. Deshalb habe ich geschwiegen. Jedoch hast du Recht, ich muss es ihm bald sagen. Aber ich werde noch warten, bis nach seiner Zeremonie. Suko wollte Kota nicht beeinflussen, aber er wollte seine Chance trotzdem nutzen, es war immerhin möglich, dass Kota ihn irgendwann als Mann erkannte und als Partner für möglich hielt. Er nickte auf die Frage hin, ob Marus Vater Kota da auch nicht eingeführt habe.

Der Heilerwolf lächelte, während er Vater und Sohn betrachtete und merkte wieder einmal, dass er kein Ziehvater bei Kota sein könnte - denn da war mehr aus seiner Sicht. Suko wandelte sich zurück in den Nachtwolf und erhob sich, ging dicht an Takuyas Rücken vorbei und wischte ihm mit der Rute sachte über den Kopf, ehe er raus ging und noch einmal ihr Versteck sicherte.
Nhan hingegen blieb natürlich und antwortete auf die Frage ihres Alphas. So berichtete er ihm von dem bisherigen Training und sah das Interesse von Jong, so dass er diesen nach dem Ende seiner Antwort anlächelte. "Wenn du willst, kannst du gern mit trainieren." Jong war sofort mit dabei und sah zum Killerwolf. "Kannst du mir auch etwas zeigen?", fragte er nach und Nhan unterdrückte ein fieses Grinsen. Er warnte den zweiten Beta nicht, denn der müsste Killerwölfe kennen und wenn er Tetsuji schon fragte, hatte er sich auch sicher etwas dabei gedacht. "Wie gut, dass wir den Besten Heilerwolf haben.", bemerkte er dann doch noch und sah entschieden woanders hin, damit er nicht doch noch lachte.
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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am Di 13 Dez 2016, 7:01 am

Tak blinzelte leicht verstört, als Jong komplett aufhörte, ihn zu berühren. Er nutzte das aber, um wieder abzukühlen und als er glaubte, dass der Beginn seiner Lust auf mehr verschwunden war, schmiegte er sich wieder an den Werwolf. "Was macht man eigentlich so als Wolf den ganzen Tag? Außer faul auf dem Pelz liegen." Der Jüngere grinste amüsiert, war aber ehrlich neugierig und konnte sich so ein richtiges Rudelleben als Halbmensch gar nicht vorstellen.

Maru hörte Suko zu, empfand es aber nicht als richtig, so lange zu warten. Dann willst du also zusehen, wie er sich verliebt und sich mit anderen vergnügt? Sich möglicherweise auch noch auf einen anderen prägt? So viele Prägungen wie in den letzten paar Jahren hatte es schon lange nicht mehr gegeben, also standen die Chancen nicht schlecht, dass auch Kota diese Erfahrung machen würde. Konnte Suko da wirklich zusehen? Marus Blick war sanft und voller Wohlwollen. Er würde Suko nicht überreden, es seinem Sohn hier und jetzt zu sagen. Der Riese hatte schon immer ein Gespür dafür gehabt, wann es Zeit für solche Gefühle gewesen war. Also nickte er langsam und streichelte seinen kleinen Welpen. Der gar nicht mehr so klein war. Eigentlich erschien ihm Kota viel erwachsener als er selbst es war. Marus Spieltrieb war ja manchmal unbändig. Er ließ Suko ziehen und streichelte über den feinmodellierten Oberkörper.

Tak quietschte leise, als der riesige Wolf ihn mit der Rute erwischte und kicherte erneut leise. Irgendwie kam er sich gerade viel zu fröhlich vor. "Hey.. Hier kannst du doch Wolf sein. Bei den anderen. Die wandeln sich doch auch immer. Vielleicht kennen sie ja doch eine Möglichkeit, so in den Central Park zu gehen?" Ihm war Jongs Wunsch wieder eingefallen und wenn die anderen es schafften, hier unbemerkt herumzulaufen, warum dann nicht auch da?
Maru sah während Nhans Erzählung immer wieder zu Kota und strich ihm sanft lobend über den Kopf. Also war Kota nicht unbedingt stark, dafür aber sehr flink und hinterlistig. Kein besonders fairer Kämpfer, aber bei seiner Größe und in seinem Alter musste er das auch noch nicht sein. Dafür hob er eine Augenbraue, als Jong auch was von Tetsuji lernen wollte. Hatte sein Beta da überhaupt eine Ahnung, auf was er sich da einließ? Dennoch befürwortete er das Training.

"Wenn du willst." Tetsuji zuckte mit den Schultern. Es hatte schon seinen Grund, warum er nur unter strengster Aufsicht mit anderen trainierte und das lief auch meist eher auf ein Gruppentraining hinaus. Gegen ein kleineres Grüppchen verlor Tets nicht allzu schnell das Interesse. Der Killerwolf sah seinen Partner schräg an und verstand das Grinsen nicht wirklich. "Was ist? Ich hab mich bisher immer zurückgehalten." So wie es von ihm stets gefordert wurde. Möglichst wenig Blut, keine Fleischwunden, keine Knochenbrüche, am besten nur zärtlich ins Fell happsen. Aber so konnte Tetsuji nicht kämpfen. Meist neigte er dazu, seinem Gegner überhaupt keine Chance zu lassen und einen Kampf schnellstmöglich zu beenden. Nur wenn Suko und Nhan dabei waren und ihm Ruhe spendeten, ließ er den anderen auch mal die Möglichkeit, zu agieren. Doch je länger so ein Kampf andauerte, desto wilder wurde Tetsuji. Dabei meinte er es nie böse, hatte aber dennoch aus Versehen einen älteren Wolf verkrüppelt. "Vielleicht sollten wir alle zum Training rufen. Gegen das Rudel können wir bestehen, aber bei Toten ist mehr gefordert." Tets sah von Nhan, den er immer noch leicht umfangen hielt, zu seinem Alpha.
Maru nickte schlicht und sah zu seinem Geliebten. "Du könntest mit Jong und Kota trainieren. Ihr habt zwar alle ein unterschiedliches Level, aber ihr könntet gut voneinander lernen. Ich würde gerne einmal mit dir raufen." Den letzten Satz sprach er leise aus, denn er galt nur Yang. Maru war es gewohnt, dass jeder Wolf immer alles hörte, aber die meisten konnten bei leiseren Worten abschalten und lauschten nicht aufdringlich. Manche konnten sogar ganz weghören. Nur wenn etwas wirklich niemand mitbekommen sollte, nutzte man eine direkte, telepathische Verbindung. Nur war die leider nicht bei einem Menschen möglich.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Jonghyun am Di 13 Dez 2016, 7:38 am

„Es kommt darauf an was für Aufgaben du im Rudel hast. Jeder Wolf hat, meistens nach seinem Talent oder seiner Veranlagung, einige Pflichten. Ich habe mich um die Welpen gekümmert und gehörte zur letzten Verteidigungslinie, falls unsere Feinde es doch bis ins Rudel schaffen sollten. Ich war für den Rückzug verantwortlich, die Verteidigung der Schwachen, der Welpen vor allem. Sie waren unsere Zukunft, sie hätten für das Fortbestehen des Rudels gesorgt, wenn die Krieger gefallen sind.“ Jongs Stimme versagte, so wie er damals versagt hatte. Fest kuschelte er Takuya bei den Erinnerungen, aber er blieb ruhig und erinnerte sich dann, dass er nach seinem Blackout Takuya gesehen hatte als er schwer verletzt auf der Straße lag. „Ich habe mich nie bedankt, oder?“, fragte er leise nach und hielt Tak weiterhin fest.

Suko schüttelte leicht seinen Kopf. Nein. Aber was ist, wenn ich ihn an mich binde und ihm somit die Möglichkeit nehme seine große Liebe zu finden? Du hast sie gefunden, ich ebenfalls und selbst Tetsuji hat es, ebenso Nhan. Ich will nicht alles sein was er kennenlernt. Seltsamerweise hatte er gerade Schwierigkeiten sich verständlich auszudrücken, was ihm sonst nie passierte. Der Nachtwolf seufzte und erwiderte den sanften Blick seines Alphas mit tiefem Respekt und auch Liebe.
Doch spürte er auch, dass bald die Zeit gekommen war Kota seine Prägung zu gestehen. Er spürte, dass ihnen etwas Großes bevorstand und es danach womöglich für immer zu spät war. Suko wandelte sich und ging noch mal nach draußen. Vorher jedoch ‚erwischte‘ er Takuya mit seiner langhaarigen Rute am Kopf und wegen dem Kichern des Jungen grinste er.

Jong nickte, er wollte. Doch fand auch er das Grinsen des anderen Betas seltsam und hob eine Augenbraue an. Nhan räusperte sich und streichelte kurz über den Arm seines Partner, während er meinte: "Ich weiß und ich bin froh darüber. Aber es amüsiert mich, dass Jonghyun sich gleich dich als Trainingspartner ausgesucht hat." Der Vorschlag des Killerwolfes war gut und so nickte er lächelnd, nachdem ihr Alpha schon zugestimmt hatte. Yang lächelte und es blitzte in seinen Augen auf: "Sicher! Ich mach mit." Dann musste er allerdings grinsen und betrachtete seinen Geliebten ein wenig anzüglich. "Raufen also, ja?", wisperte er zurück und klang dabei als hätte Maru ihm ein dreckiges Sex-Angebot gemacht, welches er annahm.

"Meinst du?!" Sofort war Jong Feuer und Flamme und strahlte Takuya wegen der Idee an. "Suko! Warte mal!" Der Weißblonde schnappte sich Takuyas Hand, stand auf und zog ihn gleich mit und aus dem Gebäude raus. Draußen erwischten sie den Nachtwolf noch, bevor dieser komplett mit der Dunkelheit verschmelzen wollte. "Geht ihr in den Central Park? Und wenn ja, wie macht ihr das, dass ihr nicht auffallt und kann Tak mit kommen?" Da der Junge ihn so nicht verstand, witterte er kurz und da niemand Fremdes in der Nähe war, den er riechen oder spüren konnte, wandelte er sich zurück.
"Wir gehen nur nachts in den Park. Einer oder zwei von uns gehen als Mensch mit. Nachts hilft uns die Dunkelheit zu verschleiern was wir sind und wirken meistens wie langhaarige Hunde, wenn wir beim Wandeln darauf achten nicht so groß zu werden. Ich kann auch als Mensch die Farben der Nacht ein wenig manipulieren. Zeig mir wie du wirklich aussiehst." Blitzschnell und mit vor Vorfreude schneller schlagendem Herzen zog sich Jong aus und gab Takuya seine Klamotten zum Halten. Gleich darauf stand er als großer Schokowolf neben seinem Jungen. Suko musterte ihn und nickte leicht: "Immerhin hast du eine eher untypische Farbe, aber du bist noch zu groß. Allein würdest du vielleicht auf Unwissende wie ein Hund wirken, aber nicht mit uns zusammen. Aber wir können uns verabreden, dann hole ich euch als Mensch ab. Wenn Alpha nichts dagegen hat." Sofort fragte Jong per Gedanken nach und schickte ein Winseln hinterher, er wollte unbedingt!

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Maru am Di 13 Dez 2016, 9:09 pm

Maru betrachtete seinen hübschen Sohn. Der Vater in ihm wollte sich Kota allerdings gar nicht an Sukos Seite vorstellen. Oder generell an irgendeiner Seite. Mit einem Mädel konnte er sich vielleicht noch abfinden, die waren ja in der Regel nicht gefährlich. Aber Suko? Flüchtig fragte er sich, was für ein Wolf aus einem Heiler- und einem Alpha-Gen entspringen musste. Flüchtig erinnerte er sich an die Zeit, in der mächtige Heilerwölfe es geschafft hatten, Nachkommen aus beiderseits männlichen Vorfahren zu ziehen. Es war nur wenige Male vorgekommen, als all ihre Fähen und sämtliche Welpen abgeschlachtet und sie nahezu ausgerottet worden waren. Doch viele dieser Nachkommen waren jung gestorben, so dass man die anderen zu Paarungen mit jeglichen Fähen egal welchen Alters gezwungen hatte. Der Gedanke verschwand wieder, denn sein Rudel hatte genug Fähen und Maru würde schon noch dafür Sorge tragen, dass die guten Gene weitergegeben wurden - egal ob ausgerechnet die besten sich als schwul entpuppt hatten.
Schmunzelnd sah er zu Yang und nickte. "Raufen." In seinen Augen funkelte es und erst ein quängeliges "Oahr, muss dass sein, Alpha?!" erklang, wandte er den Blick von Yang ab und ließ seinen Sohn los. Kota suchte erstmal das Weite und wandelte sich wieder in seine Wolfsform, nur um es sich dann auf ein paar Pappkartons gemütlich zu machen.

"Für die Welpen? ...Willst du denn auch mal Welpen haben?" Tak zeigte sich immer noch neugierig. Als Jong die Erinnerungen überkamen, umarmte er ihn fest und streichelte sanft über seinen Kopf und den Rücken. "Jong... Du hast jetzt ein neues Rudel. Und neue Aufgaben. Den Toten hilft es nicht, wenn du um sie trauerst. Aber sie sind sicher stolz auf dich, immerhin bist du jetzt Beta und kannst beweisen, dass du noch mehr Verantwortung tragen kannst." Tak lächelte sachte und gab ihm einen Kuss auf die Schulter. "Nicht... Es war meine Schuld, Jong. Ich muss mich sogar bei dir entschuldigen." Aber das hatte er ja schon längst und eigentlich war die Unfall-Geschichte für ihn erledigt. Geschickt schaffte er es Jong abzulenken, in dem er ihm den Central Park in Erinnerung brachte. Heimlich lächelte er und ließ sich breitwillig mitziehen. Diesmal versuchte Tak nicht peinlich berührt wegzusehen und es gelang ihm sogar. Dafür sah eben peinlich gerührt zu Jong und ihm bei der Wandlung zu. "Kannst du ihm zeigen, wie er sich kleiner wandeln kann?" Der Jüngste in ihrer kleinen Runde sah fragend zu Suko auf, während er den Klamottenhaufen festhielt.

Maru hob leicht eine Augenbraue als ihn die Frage erreichte, dann musste er schmunzeln. Nur wenn Suko mitgeht und du ihm gehorchst. Und versprich mir, meinen Jungen nicht aus den Augen zu lassen. Gut, Maru wusste mittlerweile, dass Jong letzteres gar nicht mehr konnte. Trotzdem wollte er ihn daran erinnern und gab damit sein okay. Wir sollten allmählich zurück. Kaum schickte er den Gedanken an Jong, richtete er dieselben Worte auch an Yang und stand wieder auf. Seine Schritte lenkten ihn zu Nhan und Tetsuji, allerdings berührte er nur seinen Beta. "Pass gut auf alle auf." Lächelnd verabschiedete er sich von ihnen, dann auch von seinem Sohn mit einer herzlichen Umarmung und traf draußen auf Tak und Jong, der sich gerade wieder anzog. "Ich hoffe, Mike findet schnell ein paar freie Grundstücke." Er wollte sein Rudel so schnell und so vollzählig wie möglich wieder um sich haben.

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Re: Einsame Wölfchen (Tak x Jong ..)

Beitrag  Jonghyun am Mi 14 Dez 2016, 7:45 am

Yang fing an zu lachen als er den Sohn seines Geliebten hörte und konnte nicht widerstehen. Er streckte die Hand aus und berührte den Kleinen an einer Stelle, an der auch sein kleiner Bruder in dem Alter furchtbar kitzlig gewesen war. Dort bewegte er seinen Zeigefinger drüber, nur kurz, aber schon in der Absicht Kota zu kitzeln. „Sorry. Aber dein Dad ist einfach… so heiß.“ Er verbarg sein breites Grinsen nicht und für einen Wolf besaß der Unterton ein liebenden Klang.

Jong hingegen zog überlegend die Stirn in Falten und kratzte sich dann, immer noch überlegend, an der Nase. „Ich weiß es nicht. Aber ich schätze schon. Irgendwann. Wenn ich das Gefühl habe, dass ich dafür alt genug bin für die Verantwortung.“ Jetzt hatte eh nur Takuya Platz in seinem Kopf.
Der zweite Beta schloss seine Augen und nahm den Trost durch das Streicheln in sich auf. „Mhm, das stimmt. Ich sollte sie in ehrenvoller Erinnerung behalten, nicht in trauriger. Und ich freue mich auf meine neuen Aufgaben!“ Jong lächelte und schüttelte dann seinen Kopf. „Unsinn. Hättest du mich nicht angefahren, wäre ich sonst wo gelandet. Es war Schicksal und Glück für mich.“ Jetzt hatte er ein Rudel, einen geliebten Alpha und vor allem Tak!

Suko schmunzelte, denn ihm fiel es schon auf, dass Takuya versuchte die Wandlung von ihm nicht peinlich zu finden – für sich und seine Reaktion darauf. Er war sich sicher, dass der hübsche Junge sich irgendwann daran gewöhnen würde. „Ja, das kann ich. Er hat gute Gene, besitzt die Kriegerform und will lernen. Also die besten Voraussetzungen.“ Der Heilerwolf lächelte, während Jong freudig mit der Rute wedelte und Takuya mit seinem Kopf beschmuste. Kurz darauf wuffte der Schokowolf total begeistert, weil er die Erlaubnis für den Park bekommen hatte. Natürlich! Immer!, versprach er noch wegen Takuya.

Er wandelte sich zurück und zog sich an, während Yang nickte und seinem Geliebten zu Nhan folgte. Er hielt diesem seine Hand hin, die dieser ergriff und beide verabschiedeten sich mit einem kräftigen Händedruck – ohne zu wetteifern wer kräftiger zu packte. „Keine Sorge, das werde ich.“ Der Grauhaarige lächelte und lehnte kurz seine Stirn gegen die seines Alphas, ehe er den Beiden nachsah. Wieso hatte es ein Mensch sein müssen?

Jong nickte: „Das hoffe ich auch. Lasst ihn uns fragen, ob er schon dazu kam was zu suchen. Wer weiß, was der Glatzkopf alles von ihm gefordert hat.“ Der Weißblonde verzog sein Gesicht, er mochte den Mann nicht, dafür aber den Langhaarigen irgendwie immer noch. „Hoffentlich ist er in der Wohnung bei Jay.“
Dort angekommen sahen sie Mike im Wohnzimmer, wo er auf dem Boden saß, den Laptop auf dem Schoß und ein Nickerchen machend. Sein Kopf war ihm nach vorn bzw. unten gesunken und schlief so halb. Jay hingegen war hellwach und schien Sex gehabt zu haben, jedenfalls roch er danach wie Jong fand. Mike aber nicht. Kann man Sex mit sich selbst haben?, fragte Jong seinen Alpha und blieb Stirn runzelnd stehen, während er Jay dabei beobachtete wie dieser einen Teig in der Küche knetete.

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